Tag 3 (6.9.2010) – „Halbe“ Wanderung zur Dreiwiesenhütte

Erstellt am 10. September 2010.

Das Wetter war leider nicht so schön wie am Vortag. Ziemlich bewölkt, aber wenigstens regnete es nicht und es war auch nicht wirklich kalt. Also beschlossen wir eine Wanderung zu machen. Und zwar eine, die nicht zu lange und zu schwierig war. Meine nur teilweise vorhandene Kondition würde es danken.
Wir fuhren in den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen und von St. Lamprecht aus hinauf zur Grebenzen-Hütte.

Von dort wollten wir zur Dreiwiesenhütte hinauf wandern.
Reine Gehzeit wurde im Wanderführer mit einer Stunde angegeben, was für
mich sowieso mindestens 1 1/2 Stunden bedeutet hätte. Das Wetter war zugegebenermaßen nicht so toll, aber auch nicht so schlecht. Es war zumindest nicht so kalt, wie es am Foto aussieht. Der Nebel zog halt immer herum, verschwand mal und kehrte wieder.

 

Nach fast einer Stunde (für mich) mühsamstes bergauf schnaufen, war aber für uns leider
Schluß mit lustig. Eine Kuhherde versperrte uns mehr oder minder den Weg.
Und Kühe und Hunde sind oft eine nicht so gute Kombination. Nicht weil unsere Kira
irgendwie böse auf sie reagiert oder so – nein, eher weil die Kühe leider auf Hunde oft sehr eigen reagieren. Da kann es schon öfter mal zu etwas unguten Situationen kommen. Wir weichen diesen Almtieren auch immer so gut wie möglich aus, aber hier gab es leider gar keine Möglichkeit dazu. Also mussten wir schweren Herzens umdrehen. Und dieses
„schwere Herz“ lag größten Teils bei mir. Für mich ist dieses bergauf gehen halt schon äußerst mühsam und ich schaff es sehr oft nur, wenn ich mir ein Ziel setze oder eines vor Augen habe. Und das war ja nun leider nicht mehr gegeben. Und die schon absolvierte Plage erschien mir im ersten Moment somit als sinnlos. Ich war dann etwas – naja vorsichtig ausgedrückt – „mißgelaunt“. Ich sags ja immer – Weiber! 😉 Die spinnen manchmal ein bisschen. 😉

Also Wanderung abgebrochen, zurück zum Auto marschiert und danach nach Maria Schönanger zur  Wallfahrtskirche gefahren, die wir im Juni auch schon besucht hatten. Dort sind wir noch ein wenig herumspaziert, aber irgendwie war die Luft und die Lust zum wandern draußen.

Vor der Heimfahrt sind wir noch in St. Lamprecht stehen geblieben, haben noch ein bisschen den Innenhof des Stiftes besichtigt und uns dann in einem Lokal im Freien (wir
waren die Einzigen draußen, den anderen war es wahrscheinlich zu kalt
dazu) einen Kaffee gegönnt. Danach ging es ab nach Hause.

Bei uns bei der Hütte ist es des nächtens ja so richtig finster. Sie liegt am Waldrand und natürlich gibt es da keine Straßenbeleuchtung. Der Zufahrtsweg ist ja nicht einmal eine richtige Straße. Aber am Haus beim Eingang existiert eine Lampe mit Bewegungsmelder, die super funktioniert. Die Phase, in der das Licht an ist, ist sogar recht lange eingestellt und auch die Reichweite, in der der Bewegungsmelder „anspringt“ recht großzügig ausgelegt Somit ist sie wirklich sehr hilfreich, wenn man im Finstern nach Hause kommt und beim „Spätgassi“ für Kira.

In dieser Nacht wurde ich mal munter. Und das richtig Blöde dabei war, dass ich gesehen habe, dass genau diese Lampe draußen gerade eingeschaltet war. Da ich ja nicht unbedingt zu den mutigsten Menschen gehöre, spürte ich sogleich wir mir ein Kribbeln den Rücken hinaufkroch und sich die Nerven in Bauch- und Magengegend zusammenzogen – kurz gesagt, ein ordentliches mulmiges Gefühl beschlich mich. Nun saß ich da, im Bett und horchte. Poldi wurde dann auch mal kurz (gezwungenermaßen ;-)) munter und ich musste ihm natürlich gleich das mit dem Licht mitteilen, weil ihm wäre es vermutlich gar nicht aufgefallen. Ihn beunruhigte das aber nicht wirklich und er meinte, dass es sicher ein Tier ausgelöst hätte. Ist ja natürlich nicht so unwahrscheinlich, wenn man so nahe am Wald wohnt. Wie gerne hätte ich mich selbst auch mit dieser Theorie beruhigt, aber das klappte nur bedingt. Denn, bei unserem ersten Aufenthalt hier im Juni, hatte ich es ausprobiert, ob das Licht auch angeht, wenn Kira Richtung Hütte läuft. Und das war damals nicht der Fall. Ich beließ es aber dabei, denn mit einem schlaftrunkenen Menschen zu diskutieren hat ja nicht grad viel Sinn. Poldi und Kira schliefen weiter den Schlaf der Gerechten, nur ich saß noch eine Weile etwas stocksteif im Bett und horchte. Und ich nehme an, jeder der etwas ängstlicher besaitet ist, kennt so ein Gefühl, wo man horcht und horcht, auf jedes kleinste Geräusch achtet und dann Dinge hört, die man normalerweise nicht mal beachtet. Doch was ich hörte war – NICHTS. Also wirklich gar nichts. Alles war ganz ruhig.
Also konnte ich auch wieder beruhigt weiterschlafen.

Aber mir kam das erste Mal der Gedanke, dass es vielleicht keine all zu gute Idee war, gerade im Urlaub einen Horror-Roman zu lesen angefangen zu haben. Überhaupt wenn man doch ein kleines bisschen dazu neigt, ein Angsthase zu sein. Zumindest zeitweise.

Aber mehr davon ein anderes Mal.

Auf das Foto unten klicken um alle Bilder des Tages anzusehen:

Steiermark – Murau September 2010 – 3. Tag: Wanderung Dreiwiesenhütte und St. Lambrecht

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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