Tag 6 (9.9.2010) – Faulheit stinkt Gott sei Dank doch nicht

Erstellt am 13. September 2010.

Es musste wieder mal was eingekauft werden. Also fuhr ich Vormittag nach Murau hinunter und sorgte dafür, dass auch unser Geld in den Umlauf kommt und tauschte es gegen Lebensmittel ein.
Danach fuhr ich nicht gleich schnurstracks nach Hause, sondern probierte es von einer anderen Seite aus.
Ich möchte hier kurz mal erwähnen, dass ich es liebe, mit dem Auto herumzufahren und die Gegend zu erkunden. Ich bin immerzu neugierig, was es da und dort gibt, wie es hier und da aussieht und wenn es möglich ist, ziehe ich dabei Hinterstraßerln, Nebenstraßen, Feld- oder Waldwege oder eben Bergsträßchen vor. Und das mach ich im Weinviertel genauso gern, wie auch an unseren Urlaubsorten.
Dazu muß ich auch noch sagen, dass wir ja voriges Jahr auch einen Aufenthalt in Murau gebucht hatten, den wir ja leider absagen mussten. Und schon als wir im Juni hier waren, hab ich, neugierig wie ich nun mal bin, dieses damals gebuchte Domizil gesucht und natürlich auch gefunden. Nun war ich mir ziemlich sicher, dass es von dort auch eine Verbindung zu uns hinüber auf den kleinen, abseitigen Bergstraßen gibt und diese wollte ich finden.
Zuerst einmal bin ich zu dem Bauernhof, wo wir voriges Jahr gewohnt hätten, hingefahren und hab davon ein paar Fotos gemacht.Hier die Ansicht von hinten. Links in dem Turm hätten wir gewohnt. Es sieht ja recht nett aus und nach den Fotos der Webseite aus, wäre er innen auch wirklich urig gewesen, aber wir hätten nicht so eine Privatsphäre gehabt, wie in unserer Hütte. Und auch keinen Garten für uns.

Hier die Ansicht von vorne:

Dafür hätten wir aber diese tolle Aussicht auf Murau gehabt.

Trotzdem ist uns unsere einsame Hütte lieber.

Nochmals ein Murau-Blick von weiter oben.

Dann ging es weiter in Richtung „unser Häuschen“. Das war manchmal gar nicht so einfach. Diese kleinen Straßen sind immer wieder verzweigt und man hat oft wenige Anhaltspunkte. Durch das auf und ab und der Tatsache, dass sie sich immer wieder entlang der Berge schlängeln, verliert man auch ganz leicht die Orientierung und den Überblick. Leider gelingt es mir nicht, diesen Umstand richtig auf Fotos darzustellen.
Was mich aber bei meinen Erkundungsfahrten immer wieder erstaunt hat, nämlich, wie einsam manche Leute wirklich wohnen. Da tauchen in Gegenden, wo man eher nichts vermutet, auf einmal einzelne Häuser oder ganze Gehöfte auf und oft ist da weit und breit wirklich nichts.
Das kommt auf dem folgenden Bild hier gar nicht so rüber. Es ist nur einfach eine Aufnahme im Nirgendwo.

Aber ich hab es natürlich geschafft und den Verbindungsweg gefunden. Ich kam nur von einer ganz anderen Richtung daher, als ich eigentlich vermutet hatte.

Das Wetter war an dem Tag nicht grad berauschend. Wir haben erst spät und auch wieder mal, da wir ja noch nichts vor hatten, lange und gemütlich gefrühstückt.
Wie schon erwähnt, wetterbedingt konnten wir uns eher zu keinem Ausflug oder Wanderung entschließen. Am Nachmittag packte mich dann die Müdigkeit. Ich wollte mich eigentlich nur mal ein bisschen aufs Sofa legen. In der Hütte war es wohlig warm, das Holz im Ofen knisterte und so kam es, dass ich einschlief. Irgendwann blinzelte ich mal recht müde zum Fenster und es kam mir vor, als ob die Sonne scheinen würde. Poldi und Kira waren im Garten draußen, aber ich war irgendwie zu müde, um der Sache näher auf den Grund zu gehen und schlief wieder ein. Nach ganzen zwei Stunden oder vielleicht sogar mehr, bin ich aufgewacht und es schien tatsächlich herrlich die Sonne. Ist es doch tatsächlich, während ich geschlafen hatte, schön geworden – nur jetzt wurde es schon Abend. Mensch hab ich mich geärgert, dass ich quasi den Tag verschlafen hatte . Ich muss zugeben, ich war dann etwas grantig. Ich hatte echt das Gefühl, was versäumt zu haben.
Tja, aber was sollte ich machen. Vorbei ist vorbei. Wenigstens blieb mir noch das schöne Abendlicht genießen zu können.

Dieser Berg, dessen Namen wir leider nicht rausfinden konnten, fiel uns an diesem Abend das erste Mal so richtig ins Auge. Keine Ahnung, wieso er unserer Aufmerksamkeit bis dahin so verborgen blieb. Vielleicht war er meist in Wolken oder es hat bis dahin nie so schön die Sonne drauf geschienen. Auf jeden Fall wirkte es noch viel schöner, als es die Fotos darstellen können.

Hier auch der Blick zum Nachbargehöft. Die Nähe täuscht durch das Teleobjektiv. Es liegt gut 1 – 1 1/2 km weit entfernt.

Hier auch noch der Blick auf das Landeskrankenhaus Stolzalpe, das wir aber immer im Visier hatten. Aber ich dachte, es sollte auch mal abgebildet werden.

Ich bin halt dann noch draußen gesessen, solange es gegangen ist und hab versucht, mich nicht mehr zu ärgern. Das blöde war ja nur, morgen war unser letzter Tag. Und wir wollten ja noch ganz gern eine Wanderung machen. Irgendwo hinauf.
Besser gesagt, ich wollte das, das „hoch hinauf“. Ich bin einfach so gerne so richtig hoch oben auf einem Berg. Nur leider schaff ich das per pedes oft nicht mehr so, wie ich es gerne hätte. Zumindest brauche ich halt immer viel länger, als z.B. die Gehzeiten in den Wanderbüchern angegeben werden. Und sehr oft macht mir da mein COPD (und natürlich leider auch meine fehlende Kondition) ziemlich zu schaffen. Also sollte es was sein, wo man schon ein ganzes Stück hinauf fahren kann. Aber da es in der Gegend ja um diese Zeit keine Bergbahnen gibt, die in Betrieb sind, geht das nur mit dem Auto. Mir schwebte schon seit Anfang unseres Urlaubs die Tonnerhütte im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen vor, denn da kann man mit dem Auto rauf und dann weiter wandern. Aber ich wollte das an einem schönen, sonnigen Tag machen, wo man auch was von der Aussicht hat. Nur bis jetzt war das eher kaum der Fall und wenn, wurde das Wetter oft erst recht spät schön. Da zahlt es sich dann kaum mehr aus, weil ich ja für den weiteren Aufstieg so lange brauche.
Nun konnten wir nur abwarten, wie es morgen sein würde.

Ach ja, die Nacht verlief diesmal ruhig und ohne Vorkommnisse.

Auf das Foto unten klicken um alle Bilder des Tages anzusehen:

Steiermark – Murau September 2010 – 6. Tag:

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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