Was für ein wunderschöner Nachmittag

Und dabei war es gar nicht mal was besonderes, was mich veranlasst hat, mich richtig glücklich zu fühlen.

Gestern Nachmittag hatte ich Zeit, die Sonne schien wunderbar und es ging mir gut. Das wollte ich ausnützen. Ich schnappte meine Kira und fuhr ins benachbarte Weinviertel. Eigentlich wollte ich zuerst woanders hinfahren, an eine Stelle, wo ich noch nie war. Unterwegs überlegte ich es mir aber anders und blieb wieder dort stehen, wo ich, bzw. wir oder auch mein Mann alleine des öfteren mit Kira spazieren gehen.

Wie schon erwähnt. Es ist dort nichts besonderes, nichts bekanntes oder so. Einfach das Auto am Ende des Ortes stehen lassen und dann zwischen den angrenzenden Weingärten und Feldern spazieren gehen. Da ich ja ein riesen Fan vom Weinviertel bin, gefällt es mir natürlich sehr gut da. Obwohl doch recht nahe am angrenzenden Ort und auch gar nicht weit von Wien entfernt, kann man hier stundenlang gehen und es ist meistens so, dass man kaum jemanden oder auch gar keine Menschenseele trifft. Ich finde das einfach herrlich.

Ich habe da schon meine Wege, die ich in verschiedenen Variationen immer gehe. Gestern entschloss ich mich aber unterwegs, mal einen mir unbekannten Weg zu nehmen. Und ich war einfach begeistert. Völlig alleine waren wir beide zwischen blühenden Rapsfeldern, Wiesen, anderen Äckern, Weingärten und neben einem kleinen Waldstück unterwegs. Erst am Ende sah ich von weitem einen anderen Mann mit Hund und ich begegnete grade mal einen Bauern am Traktor. Dafür sah ich unzählige Rehe und Hasen davonhoppeln und einmal mehr bin ich sehr froh, dass Kira einen kaum bis fast gar nicht ausgeprägten Jagdtrieb hat.

Gestern passte einfach alles. Ich hatte kein „Ziel“ vor Augen, so wie sonst oft, wo ich mir vornehme, diese oder jene Strecke zu bewältigen. Diesmal ging ich einfach drauf los, da ich ja sowieso nicht genau wusste, wo ich hinkam. Für mich war der Weg das Ziel. Ich konnte mir Zeit lassen, das Hier und Jetzt genießen, schauen, fühlen, riechen, mich freuen, auch meine „Fotografierwut“ ausleben und in Ruhe eine „Kipferl-Jause“ einschieben. Und ich glaube, auch Kira hat es Spaß gemacht. Sie konnte ungestört schnüffeln und dazwischen immer wieder mal mit dem Ball spielen. Und gegen die „Kipferl-Jause“ hatte sie natürlich auch nichts. 😉

Das Wetter war ideal für mich und auch für Kira. In den letzten Tagen ist es nämlich ziemlich kühl geworden und in der Nacht sogar richtig kalt. Aber unter Tags mit dem Sonnenschein war es für uns das richtige, um spazieren zu gehen. Ich weiß ja, für richtige „Heiße-Tage-Liebhaber“ ist das Wetter wohl nicht das wahre. Und ich höre ja, wie sie sich darüber beschweren ;-), aber für Kira und mich, war es das. Wir sind nämlich beide ziemlich hitzeempfindlich. Und die Hitze kommt eh noch früh genug.

(Zu meinem Unglück und auch derer, die mich aushalten müssen, bin ich leider auch kälteempfindlich. Mein Mann meint, meine Spanne an „Wohlfühl-Temperatur“ beträgt grade mal 3 Grad. Was ich natürlich heftig dementiere. Es sind sicher mindestens 5 Grad. ;-))

Eigentlich dachte ich, dass ich um eine bestimmte Uhrzeit zu Hause sein werde. Nach Hause kam ich dann gut 2 Stunden später. Doch die Arbeit, die ich noch erledigen wollte, ist mir ohnehin nicht davongelaufen. 😉

Wie schon erwähnt, der Spaziergang war nichts besonderes, auch nicht der Ort und auch nicht das, was ich erlebt oder gesehen habe. Und trotzdem fühlte ich mich wirklich gut und glücklich. Und da ich in den letzten Wochen (oder vielleichts sogar Monaten?) doch sehr oft zum Jammern geneigt habe und auch nicht gerade sehr unternehmenslustig, ist es mir einfach ein Bedürfnis, das hier niederzuschreiben. Es hat mir gezeigt, wie schön doch oft auch nur die ganz einfachen Dinge sein können.

Hier noch ein paar Fotos, die ich mit dem Handy gemacht habe. Und ich fürchte, vor den anderen mit der Nikon werdet ihr wahrscheinlich auch nicht verschont bleiben. 😉 Aber dafür brauch ich noch ein bissl Zeit.

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Update 14.5.2011:
Die Fotos von der Nikon zu diesem Tag gibt es hier.

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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3 Antworten zu Was für ein wunderschöner Nachmittag

  1. Flohnmobil schreibt:

    Wie schön, wenn man mit so wenig zufrieden ist. Genau das ist für mich wahre Lebensqualität: im Banalen das Wunderschöne dieser Welt zu entdecken.

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    • Gabi schreibt:

      Leider ist das bei mir nicht immer so, dass ich mit so wenig zufrieden bin. Darum hab ich mich ja doppelt gefreut darüber. Erstens, weil mir der Spaziergang so gefallen hat und zweitens hab ich mich gefreut, weil ich mich gefreut hab. 😉
      Bisserl kompliziert. 🙂 Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

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  2. dreamsandme schreibt:

    Liebe Gabi,

    ich fühle mich derzeit auch in der Natur sehr wohl, kann dann meine Krankheit ein bisschen vergessen, Fotos machen, ich liebe das! Kann mir sehr gut vorstellen, wie du dich gefühlt hast!
    Leider komm ich für meinen Geschmack zu selten dazu, das wird sich hoffentlich in den Ferien wieder ändern. Einstweilen jammer ich halt und wenn du ein bisschen mitjammerst, dann fühl ich mich nicht ganz so allein, will also sagen, jammern ist absolut erlaubt! 😀

    Lass dir liebe Grüße da,
    Sonja

    PS: Temperaturspanne von 3 Grad! 😆

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