Die Sache mit der Zeit

Ich denke, es geht nicht nur mir so, aber ich habe immer weniger Zeit. Dauernd läuft sie mir regelrecht davon. Vergeht diese etwa immer schneller? Warum komme ich zu so vielen Dingen nicht, die ich machen will, soll oder muss? Bin ich immer unfähiger, mir die Zeit richtig einzuteilen? Habe ich vielleicht zu viele Interessen und Hobbies und dadurch immer mehr „Freizeitstress“, obwohl ich ja gerade in diesem Bereich auch zu so vielen Dingen nicht komme, die ich eigentlich machen will. Ist der Computer schuld? Oder die Fotografiererei, die ich aber ja auch schon ziemlich eingeschränkt habe?

Ich habe keine Ahnung.

Ich habe im Prinzip voriges Jahr mit dem bloggen in Urlaub angefangen, weil ich auch mal – zumindest so „halb“-life mal einen Urlaubsbericht schreiben wollte. Weiters hatte ich vor, dann auch über schon vergangene Reisen und Urlaube zu berichten. Und außerdem, dachte ich mir, gibts immer wieder Themen, über die ich gerne schreiben würde.

Jetzt ist das fast ein Jahr her und geschehen ist – naja, nicht viel. Kein weiterer Reisebericht wurde verfasst und auch die anderen Beiträge sind eher mickrig. Dabei gäbe es genug, worüber ich schreiben oder berichten möchte – nur, ich komm nicht dazu. Bis ich oft endlich dazu käme, über ein Ereignis zu schreiben, ist das meist schon wieder längst Geschichte und sehr oft lass ich es dann ganz bleiben. Nur beim Jammern dürfte ich recht schnell mit schreiben sein. Aber stellt Euch vor, ich hätte noch mehr Zeit, dann würd ich vielleicht auch noch viel mehr jammern. 🙂

Ich bräuchte ein Programm, das meine Gedanken gleich in geschriebene Worte umwandeln kann. 😉 Aber das hat wohl noch keiner erfunden. 🙂

Unterwegs fallen mir oft so viele Dinge ein. Aber leider schreiben sich diese ja nicht von alleine.

Das selbe gilt dem Lesen. Eigentlich lese ich gerne. Aber mein letztes Buch hab ich voriges Jahr im Urlaub gelesen. Und dann gibts da noch Artikeln in Zeitschriften oder Zeitungen, die mich interessieren würde. Vieles bleibt ungelesen liegen. Ich hatte bis Ende vorigen Jahres ein Abo einer Fotozeitschrift. Dieses Abo habe ich nun schon lange gekündigt und nun gebe ich einen riesen Stoss von diesen Zeitschriften ungelesen und teilweise noch original verpackt, an einen Freund weiter.

Ich lese auch gerne Blogs und Geschichten anderer. Auch da hab ich ein paar Abos und hier ist es so ziemlich das selbe. Immer bin ich hinten nach.  Und auch sonst gäbe es noch genug Dinge, die ich diesbezüglich aufzählen könnte.

Doch das Beste ist, wenn ich mal irgendwo erwähne, dass ich z.B. für dies oder jenes keine Zeit hätte und mein Gegenüber dann fragt: „Wieso, was machst denn so immer?“ – dann kann ich es nicht wirklich beantworten. Grotesk eigentlich. Ich kann nicht sagen, was ich immer mache, aber Zeit habe ich auch keine. Also, irgendwas stimmt da wohl nicht. Ich weiß nur, dass ich immer mit irgendwas beschäftigt bin. Langweilig ist mir nie.

Naja, das Ganze ist wohl wirklich ein Problem des Zeitmanagements. Andere schaffen das doch auch alles. Darum sollte ich mich vielleicht mal kümmern, wenn ich Zeit dazu hätte. 😉

Einen Punkt gibt es schon auch, der mir Zeit stiehlt. Ich bin nicht gerade die Schnellste. Wenn ich was mache, dann dauert es, weil ich meist alles zu genau machen will. Ich bin zu pingelig, ich würde am liebsten alles perfekt haben, alles wird zig mal kontrolliert, ich überlege mir oft hin und her, ob ich das so schreiben/machen/tun/lassen kann, wie es gerade ist usw. Aber trotz vieler Bemühungen, da kann ich leider nicht aus meiner Haut heraus, obwohl ich mir da sicher einiges an unnötiger Zeit ersparen könnte.

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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14 Antworten zu Die Sache mit der Zeit

  1. der_emil schreibt:

    Okay. Ich habe gerade gemerkt, daß meine Antwort den Rahmen eines Kommentares sprengt.

    Darf ich Dich zitieren, und einen Antwortartikel zu Deinem Text hier heute Nacht um 00.15 Uhr (sozusagen als Bestandteil meines #oneaday-Projektes) veröffentlichen?

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  2. Gabi schreibt:

    Das macht nichts. Ich hab zwar nie Zeit, aber zeitweise doch Geduld. 🙂
    Das „neue“ Werkzeug „Erbitte Rückmeldungen“ klingt gut, aber ich hab mal wieder keine Ahnung, was ich da machen müsste.

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  3. Pingback: » Die Sache mit der Zeit

  4. sucherin schreibt:

    Liebe Gabi,
    mit diesem Beitrag hast Du mir aus dem Herzen gesprochen. Auch ich frage mich ständig,, wo denn die Zeit geblieben ist und ob es vielleicht auch am älter werden liegt, dass sie schneller und schneller davon rennt. Noch vor gar nicht so langer Zeit hatte ich einen recht anstrengenden und ausfüllenden Berufsalltag. Dagegen habe ich es zurzeit sehr gut und eigentlich sehr viel Zeit zur Verfügung. Ich stehe morgens auch immer recht früh auf und mache den ganzen Tag etwas und langweile mich nie. Dennoch gibt es so viele Dinge, die ich noch mache möchte oder die ich – wie Du – lesen, schreiben und fotografieren möchte und einfach nicht dazu komme.
    Häufig holt mich der Alltag auch mit den ganz normalen Anforderungen ein und wieder sind die schönen Sachen aufgeschoben.
    Auf der anderen Seite sollte man vielleicht auch nicht zu streng mit sich selber sein, denn wenn ich am Abend ganz genau überlege, was ich so alles am Tag gemacht habe, dann ist es doch meistens mehr, als ich ursprünglich verrmutete. Es muß ja auch nicht unbedingt für einen Dritten, der fragt, nachvollziehbar sein, oder?
    Danke für diesen schönen Beitrag und liebe Grüße

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    • Gabi schreibt:

      Ich bin ja froh, dass es anderen auch so geht. 😉 Und ich glaube es stimmt, umso älter man wird umso schneller dürfte wirklich subjektiv gesehen die Zeit vergehen. Der Frühling, kaum war er da, ist er schon lange wieder vorbei, der Sommer – dauert auch nicht mehr lang und flups – ist schon wieder ein Jahr um. Und so läuft es ständig.
      Ich glaube eigentlich nicht, dass ich zu streng mit mir bin und bin immer mehr davon überzeugt, dass mein Zeitmangement einfach nicht passt. Wie sonst kann es denn passieren, dass sich die Sachen, die ich plane, meistens nicht ausgehen. Und ich mute mir sicher nicht zu viel zu. Ich empfinde das halt sehr oft als recht ärgerlich.

      Aber wie heißts so schön? „Man muss die unerledigten Dinge nur so lange verschieben, bis man sie endlich vergessen hat.“ 🙂
      Doch leider trifft das nicht nur auf die unangenehmen Dinge zu.

      Lg Gabi

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  5. Pingback: Die Sache mit der Zeit (Nº 214 #oneaday) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

  6. dreamsandme schreibt:

    Seit meiner Erkrankung habe ich ein ganz anderes Zeitmanagement entwickelt. Vorher ging es mir so wie dir, jetzt ist es „besser“! Ich mache Dinge einfach, die ich machen will, egal wie passend oder unpassend es gerade scheint. Es läuft mir nichts weg, aber leider auch nichts hinterher. Ich kann jetzt auch mal im Haushalt was liegen lassen, ohne dass ich mich unwohl fühle. Mein Fokus hat sich sehr verlagert. Und ich nehme mir Zeit um gar nichts zu tun und einfach nur in mich zu hören. So zeitverschwenderisch diese Momente auch sind, sie geben viel Kraft und man kann sich dann darauf besinnen, was einem wichtig ist.

    Was das Schreiben betrifft, so bin ich froh darüber, dass ich schnell tippen kann und wenn mir unterwegs was einfällt, ich hab meist einen Zettel und einen Stift dabei. Ein Stichwort genügt mir meist. Aber du hast recht, man kann nicht über alles schreiben. Manches sind auch nur Momentaufnahmen und passen dann später emotionale gar nicht mehr.

    Liebe Gabi, ich schicke dir liebe Grüße!

    Sunny

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    • Gabi schreibt:

      Ich denke, so wie Du es jetzt machst, ist es schon gut so. Du dürftest den richtigen Weg gefunden haben.
      Du hast Recht, vielleicht sollte man mehr darauf schauen, was wirklich wichtig ist und was nicht.

      Tja, tippen kann ich auch sehr schnell. Das ist nicht das Problem. Mein Gehirn ist wohl zu langsam. 😉 Bis es mal weiß, was ich wie schreiben soll oder wie ich was formulieren
      könnte. Und es könnte auch durchaus sein, dass ich das alles viel zu wichtig nehme.

      lg Gabi

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  7. buchstabenwiese schreibt:

    Mir geht es mit der Zeit ähnlich wie dir. Ruckzuck ist sie weg. *seufz* Dabei habe ich dann auch noch das Gefühl überhaupt gar nix geschafft zu haben.

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Ja, das Gefühl kenn ich leider auch.
      Wenn die Zeit verrinnt und man hat viel geschafft oder erledigt, dann ist das ja noch ein halbwegs gutes Gefühl. Aber wenn nichts weitergegangen ist, sei es, weil es einem nicht gut ging, der Zeitplan wieder mal durcheinander kam oder man durch andere oder anderes auf- und abgehalten wurde oder vielleicht man selbst auch mal zu viel herumgetrödelt hat, dann finde ich das sehr ärgerlich und oft richtiggehend zum verzweifeln.

      lg Gabi

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