Vor 10 Jahren – ein Rückblick auf unsere Australien-Reise – wie alles begann

Heute vor 10 Jahren saß ich mit meinem Mann und sechs Freunden im Flugzeug Richtung Sydney, mit Zwischenstopp in Kuala Lumpur. Vor uns lagen mehr als 4 Wochen, in denen wir – ca. 19.000 km von zu Hause entfernt – sehr viele, neue, uns gänzlich unbekannte Eindrücke sammeln durften.
In einem Land, das zugleich ein Kontinent ist und welches sich „unten“, also auf der Südhalbkugel befindet.
Ein Land, in welchem Sommer ist, wenn bei uns der Winter regiert und ein Land, wo die Sonne zu Mittag im Norden steht und nicht im Süden.
Ein Land, wo es im Süden subtropisch bis warm gemäßigt ist, im Norden tropisch-heiß und feucht und im Kontinent-Inneren wüstenhaft trocken ist.
Ein Land, wo es die meisten giftigen Tiere gibt – Schlangen, Spinnen, Fische und Quallen, außerdem auch tummeln sich da auch Krokodile und Haie.
Aber auch ein Land, das das einzige ist, wo Känguruhs und Koalas und noch einige andere mehr ausschließlich dort zu Hause sind.
Ein Land, wo auf der „falschen“ Seite Auto gefahren wird.
Ein Land mit modernen, pulsierenden Metropolen, netten Kleinstädten, freundlichen, hilfsbereiten Menschen und wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaften – egal ob bergig, bewaldet und grün oder mit tropischer Vegetation oder besonders interessant und fremdartig, das rotsandige Outback im Herzen des Kontinents, mit seinen unendlich langen, geraden Straßen und den Ausblick in Weiten, die man sich kaum vorstellen kann, wenn man es nicht selbst gesehen hat.

UND – vor allem – ein Land, von dem mein Mann immer geträumt haete. Und nie hätten wir uns träumen lassen, dass wir tatsächlich mal dieses Land, diesen Kontinent höchstpersönlich bereisen werden. Irgendwie waren wir wohl immer der Meinung, „solche“ Reisen machen nur andere Leute, wir sicher nicht.

Das Ganze hatte natürlich eine Vorgeschichte, die schon mehr als ein Jahr davor seinen Anfang nahm. Ein befreundetes Ehepaar von uns, Hedy und Gerhard, die wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht so lange kannten, erzählten uns oft von ihren vielen, schönen Reisen, die sie schon gemacht hatten. Und eines Tages erzählte mir H., dass sie geplant haben, im nächsten Jahr mit noch zwei anderen Ehepaaren nach Australien zu fliegen. Und so ganz beiläufig erwähnte sie, dass mein Mann sich auch schon dazu „angemeldet“ hat. Ziemlich erstaunt wusste ich außer ein „aha“ keine Antwort darauf und dachte mir eigentlich, dass es sich um einen Irrtum handeln müsste, oder dass es sich um einen Scherz handelte. Doch als ich meinen Mann später danach fragte, bestätigte er, dass er schon mal ein gewisses Interesse an der Reise gegenüber unseren Freunden bekundet hatte.

Nun folgten natürlich mal Gespräche unter uns um abzuklären, ob und wie es möglich wäre. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ja auch noch unsere kleine Hündin Cindy und durch diese Reise wurde ich ja meinem Grundsatz untreu, keine Reise ins Ausland bzw. ohne Hund zu machen. Im Grunde genommen stellte es ja nicht wirklich ein Problem dar, da sie bei meiner Mama, die sie sehr gut kannte, bleiben konnte, aber es brach mir trotzdem das Herz. Schon allein deswegen, weil wir ja auch so lange fort waren. Doch ich musste zugeben, dies war einfach eine einmalige Gelegenheit. So gab ich denn nach, obwohl es mir wirklich nicht leicht fiel.

Des weiteren folgte dann ein erstes, gemeinsames Treffen mit allen Beteiligten. Erstens, um wir die beiden anderen Ehepaare kennen zu lernen und des weiteren, damit mal Grundsätzliches besprochen werden konnte. Immerhin waren wir insgesamt 8 Personen. Die Leute, mit denen wir dann einen Monat lang zusammen waren, empfanden wir schon am ersten Abend als sehr nett und sympathisch und ich denke, dass es auch umgekehrt der Fall war.

Die Planung überließen wir aber ehrlich gesagt, den anderen, wobei Christl und Gerhard den größten Part übernahmen. Wir hatten ja überhaupt keine Ahnung, wie man so eine Reise plant und unsere Mitreisenden hatten einfach schon viel Erfahrung darin. Unsere Urlaube bestanden bis dahin ja nur aus Pauschal-Badeaufenthalte in Griechenland, Türkei oder Tunesien, oder in Österreich auf dem Lande oder in den Bergen. Und mehr als zwei Wochen waren wir sowieso noch nie fort. Aber es war uns natürlich klar, dass es doch recht sinnvoll sei, wenn man schon mal so weit wegfliegt, man dann doch gleich einen längeren Zeitraum einplant. Man will ja doch ein bisschen was von dem fremden, riesengroßen Land sehen. Selbst in dem einen Monat konnten wir ja nur einen kleinen Teil davon erkunden.

Es folgten natürlich noch weitere Kennenlern- und Besprechungstreffen und irgendwann stand dann unsere Reiseroute fest. Und sie ist dann folgendermaßen abgelaufen:

  • 1. November: Abflug nach Sydney via Kuala Lumpur
  • 2. November: Ankunft in Sydney am späten Nachmittag. Aufenthalt hier 5 Nächte
  • 7. November: Fahrt mit Zug nach Melbourne. Aufenthalt 3 Nächte
  • 10. November: Übernahme von 2 Mietautos und Fahr entlang der Südküste bis Lorne. Übernachtung
  • 11. November: Weiterfahrt entlang der Great Ocean Road und danach weiter nach Mt. Gambier. Übernachtung.
  • 12. November: Weiterfahrt Richtung Norden nach Tanunda. Übernachtung.
  • 13. November: Weiterfahrt nach Adelaide. 2 Übernachtungen.
  • 14. November: Ausflug von Adelaide aus nach Kangaroo Island.
  • 15. November: Flug nach Alice Springs. Dort Übernahme von 2 Geländeautos (Toyota Landcruiser). Weiterfahrt zum Ayers Rock Resort. 2 Übernachtungen.
  • 17. November: Abfahrt zum Kings Canyon Resort. Übernachtung.
  • 18. November: Weiterfahrt durch Aborigines-Land nach Alice Springs. 2 Übernachtungen. Mehrere Ausflüge.
  • 20. November: Flug nach Cairns. Transfer nach Palm Cove. 10 Übernachtungen im Angsana Resort & Spa. Mehrere Ausflüge.
  • 30. November: Flug nach Sydney. Anschließend Rückflug nach Wien via Kuala Lumpur.
  • 1. Dezember: Ankunft zeitig morgens in Wien.

Ursprünglich sah die erste Planung ein bisschen anders aus. Im Sommer trat ein unvorhergesehnes Problem auf. Ich weiß nicht mehr genau warum. Ich glaube, eine australische Fluggesellschaft ging in Konkurs oder so. Ich müsste da noch mal nachfragen. Ist ja schon lange her und ich hab leider doch schon das Eine oder Andere vergessen. Es war ja ursprünglich geplant, dass wir auch zum Ayers Rock Resort geflogen wären. Das war aber dann nicht möglich, eben wegen dieser Fluglinie, die es vermutlich nicht mehr gab. Die Reise schien erstmals ins Wasser zu fallen. Es gab die Möglichkeit, entweder alles um ein Jahr zu verschieben oder auf den Besuch beim Ayers Rock und dem roten Zentrum zu verzichten. Doch wir waren uns einig, dass wir nicht nach Australien reisen wollten, ohne den „roten, heiligen Berg“ zu sehen, also entschieden wir uns auf die Verschiebung. Doch dann fand sich doch eine andere Möglichkeit und wir planten um, sodass wir statt dem Flug, die 450 km von Alice Springs zum Ayers Rock mit dem Auto fuhren.

So, jetzt war alles gebucht und geplant. Der Abreiseterin konnte kommen!

Nun noch eine kleine Erklärung zu meinem geplanten Vorhaben, was den Reiserückblick betrifft:

Eigentlich wollte ich (mein Gott, wie oft hab ich diese Phrase wohl schon in meinen Blogs verwendet? :-)), die Rückblicke datumsgetreu schreiben. Also den Rückblick vom 1. November 2001 eben am 1. November, den 2. November eben am 2. November usw. Aber ich hätte es mir denken können, dass ich das nicht schaffen werde. Schon als ich den Einfall dazu hatte, war mir das klar. Sowas funktioniert bei mir nie, denn ich müsste dann ja einen Monat lang jeden Tag aktuell schreiben. Das krieg ich einfach nicht hin. Schließlich hab ich ja auch noch andere Dinge zu tun (ja, man sollte es kaum glauben :-)) und außerdem möcht ich ja auch von unserem heurigen Urlaub weiterschreiben.

Außerdem muss ich doch nachdenken und vieles Revue passieren lassen. Immerhin sind dazwischen 10 Jahre vergangen. Natürlich hab ich mir nicht alles gemerkt. Ich hatte damals in einem kleinen Heftchen in Stichworten mitgeschrieben. An manchen Tagen etwas mehr, aber an manchen Tagen eher wenig und oft so derartig stichwortartig, dass ich manchmal nicht mehr genau weiß, was ich da gemeint habe. Und manchmal kann ich meine schreckliche Schrift nicht mal mehr wirklich lesen. 🙂 ABER! Ich merke, jetzt wo ich mich damit etwas intensiver beschäftige, fällt mir so manches wieder ein, was ich vergessen geglaubt habe. Und es macht mir Spaß darüber zu schreiben. Aber wenn ich mich jetzt dazu zwinge, jeden Tag zu schreiben, komme ich sicher in Zeitdruck und meine Gehirnwindungen haben dann keine Zeit in den Tiefen der Erinnerungen zu kramen. Und letztendlich ist es doch egal, wann es geschrieben wird. Das Datum schreib ich sowieso dazu. – Also schaun wir mal, ob ich es im heurigen Jahr auch schaffe, es zu Ende zu bringen.

Das nächste ist, das Thema Fotos. Ich hätte mir halt immer vorgestellt, meine Reiseberichte mit dazupassenden Fotos auszuschmücken. Jeder der mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich sowas einfach gerne mag. Aber die Crux an der Sache ist, ich hatte damals zwar schon eine kleine kompakte Digitalkamera, aber die verwendete ich nur zusätzlich, weil die Qualität einfach gesagt, schlecht war. Im Jahr 2001 war sowas halt noch eine kleine Sensation (für mich jedenfalls), weil neu. Doch die „richtigen“, schöneren Bilder machte ich noch mit der analogen Spiegelreflexkamera, wobei das nächste Problem ist, dass es zwar schon sehr viele Fotos von Australien gibt, ich aber keinen Scanner habe. Und eigentlich wollte ich (schon wieder! :-)) die Berichte erst schreiben, wenn ich mal einen habe und Bilder einscannen kann. Aber darauf kann ich wohl lange warten. Immerhin „kauf“ ich mir schon seit gut 3 Jahren einen Scanner :-), aber irgendwie wirds nie was draus. Immer kommen irgendwie andere, wichtigere Sachen dazwischen, die gekauft werden müssen. Aber ich denke mir, sollte es doch mal damit klappen, kann ich das ja nachholen. In der Zwischenzeit muss ich mich eben mit den paar, leider schlechten Fotos begnügen, die ich auch noch in sehr kleiner Auflösung aufgenommen habe, weil ich mit Speicherplatz sparen musste, da die Speicherkarten damals noch recht teuer waren. Und wie gesagt, mein Hauptaugenmerk lag ja sowieso auf den Spiegelreflex-Bildern auf Papier.

Die Namen unserer Freunde haben ich momentan nur mit dem Anfangsbuchstaben abgekürzt, da ich sie erst fragen will, ob es ihnen überhaupt recht ist, wenn ihre Namen hier erscheinen. Das selbe ist mit Fotos, wo sie drauf zu sehen sind. Ich will keine Personen zeigen, ohne deren Einwilligung.

Nachtrag 9. November: ich habe nun die Einwilligung aller beteiligten Personen, dass ich ihre Vornamen nennen und auch Fotos von ihnen zeigen darf.

So, das wars mal fürs erste. Ich mache keine Versprechungen, wann es weitergeht, denn ich weiß es selber noch nicht. Aber – Fortsetzung folgt sicher! 🙂

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Rückblick auf unsere Australien-Reise 2001 – weitere Vorbereitungen

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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5 Antworten zu Vor 10 Jahren – ein Rückblick auf unsere Australien-Reise – wie alles begann

  1. sucherin schreibt:

    Gut, dass Du es jetzt geschafft hast und uns über Deine Reisen berichten wirst. Da ich noch nie in Australien war, bin ich sehr gespannt. LG

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  2. Pit schreibt:

    Hallo Gabi,
    ein prima Bericht, den ich sehr gerne und mit Interesse gelesen habe. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit
    P.S.: Hier wuselt gerade unser Neuzugang [http://pitspersoenlichesblog.wordpress.com/2011/10/17/gestatten-ich-bin-der-neuzugang/], Oprah, auf dem Tisch um den Computer herum. Sie muss einfach Alles untersuchen – und bei meiner Unordnung gibt’s da ausreichend Material.

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  3. SchmidtsWife schreibt:

    Ich muss zugeben, Ihr habt definitiv mehr gesehen, als ich bisher 😉 Toll geschrieben!

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