Was sind das für Menschen?

In unserem ersten Urlaub mit Kira auf der Tauplitzalm lernten wir einen Herrn mit seinem Hund Aron kennen. Unsere beiden Hunde haben sich gut verstanden.

Vor zwei Jahren haben wir uns dort wieder getroffen.

Vorgestern haben wir erfahren, dass Aron leider gestorben ist. So etwas ist für Tierbesitzer immer sehr traurig und tut weh. Aber der Umstand, dass er vermutlich durch „Menschenhand“ starb, macht die Ganze Sache noch schlimmer. Er wurde vermutlich vergiftet. Auch ein anderer Hund in seiner Nähe, der gerade in Ausbildung zu einem Helferhund war, starb an Vergiftung.

Eine Woche lang kämpfte die Tierärztin um Arons Leben, doch dann musste ihn sein Herrchen gehen lassen. Es tut mir sehr leid um ihn und auch sein Herrchen und sein Frauchen haben mein Mitgefühl, weil ich diesen Schmerz über den Verlust eines geliebten Tieres ja leider kenne.

Was sind das für Menschen, die Tieren so etwas antun? Was haben sie für ein Problem, dass sie Tiere so hassen? Haben sie nie erlebt, nie erfahren, wie bereichernd ein Tier für Menschen sein kann? Wie glücklich man mit einem Haustier ist? Eigentlich tun sie mir leid, dass ihnen diese Erfahrung fehlt, aber noch größer ist der Ärger und die Verabscheuung meinerseits diesen Menschen gegenüber. Diese Leute sind nicht nur Tierhasser, sondern auch menschenverachtend. Natürlich ist das Tier in erster Linie das leidtrangende Wesen, keine Frage, aber jeder tierliebende Mensch kann sich sicher vorstellen, wie schrecklich die Ängste und Sorgen sind, wenn sein Tier leidet und vielleicht sein Leben verliert – nur durch die Schuld eines Anderen. Auch in unserer Familie gab es schon so einen Fall und im engeren Bekanntenkreis mindestens drei.

Immer wieder gibt es Warnungen, weil irgendwo Gift oder sonst was ausgelegt ist. Nicht umsonst gibt es ja eine Giftwarnkarte auf Google Maps und eine eigene Internetseite dafür. Ist sicher eine gute Sache, aber es ist traurig, dass es so etwas überhaupt geben muss. Auch im Hundeforum Wuff gibt es einen eigenen Thread dafür.

Was stört diese abscheulichen Leute eigentlich an den Hunden?

Die Haufen? – Zum Teil kann ich den Ärger darüber natürlich nachvollziehen und da sind ja nicht die Hunde dran schuld, sondern die Leute, die es nicht wegräumen. (So wie auch bei anderen „Hundeproblemen“ die Hundehalter daran schuld sind, und nicht die Hunde.) Aber machen Menschen denn keinen Dreck? Wie wäre es, wenn ich jeden an die Gurgel springen würde, der einen „Tschick“ (Zigarettenkippe) oder sonst was achtlos wegwirft? Da hätte ich wohl viel zu tun, so wie es auf den Straßen, Wiesen, Parks und sogar im Wald oft aussieht.

Oder weil sie bellen oder knurren? – Ach ja, wir Menschen machen ja keinen Lärm. Und es gibt natürlich auch keine „keifenden“, „meckernden“ und „schimpfenden“ Leute.

Oder weil sie angeblich stinken? – Der, der das behauptet, ist wohl noch nie eingepfercht zwischen vielen Leuten in den Öffis gefahren. Dabei haben wir Menschen doch so tolle Einrichtungen, die sich Dusche, Badewanne oder Zahnbürste nennen

Oder weil sie beissen können und es immer wieder mal zu Unfällen kommt? – Das sollte natürlich nicht vorkommen und jeder Vorfall ist einer zu viel. Aber hat schon mal jemand bedacht, wieviele unschuldige Menschen durch den Straßenverkehr täglich auf der ganzen Welt verletzt oder getötet werden? Oder wieviele durch Menschenhand „absichtlich“ ebenfalls verletzt oder getötet werden? Und da käme wohl auch niemand auf die Idee zu sagen, alle Autos oder alle Menschen müssen weg, denn sie sind zu gefährlich.

Ich glaube eigentlich, die Gefahr, das „Opfer“ eines Menchen zu werden ist weit größer, als von einem Hund gebissen zu werden. Und man muss ja nicht gerade das Schlimmste annehmen, aber wieviel Leid – egal ob phyisch oder psychisch – fügen sich die Menschen gegenseitig zu? Und dann gibts noch immer Leute, die nicht von ihrem „hohen Roß“ heruntersteigen und der Meinung sind, wir Menschen sind die Krone der Schöpfung. – Wir könnten sie vielleicht sein, aber sind wir es tatsächlich? Wir, die wir Kriege führen, unterdrücken, verletzen, die Natur immer mehr zurückdrängen, sie erbarmungslos ausnutzen und unsere Umwelt zerstören?

Aber ich will hier die Menschheit natürlich nicht nur verteufeln und man darf selbstverständlich nicht alle Menschen nicht in einen Topf werfen. Gott sei Dank gibt es sehr wohl sehr viele, die Tiere wirklich lieben und sie auch achten.

Viele kümmern sich um sie, wenn sie krank oder verletzt sind. Man denke nur an die, die sich auch alte und kranke Hunde aus den Tierheimen holen, um ihnen noch eine schöne Zeit zu geben oder die, die in Heimen unentgeltlich mithelfen und vielleicht eine Patenschaft für einen Hund übernommen haben. Oder die Menschen, die „nichtgewollte“ Tiere bei sich aufnehmen, weil sie z.B. auch genug Platz dafür haben.

Und es gibt welche, die auch Tiere retten, wenn sie in eine gefährliche Situation geraten sind, so wie ich es schon mal in diesem Beitrag gezeigt habe.

Vorgestern bekam ich ein Video von einem Freund zugeschickt, das ebenfalls zeigt, dass es nicht nur Tierhasser gibt. Das will ich hier gerne zeigen. Ich freue mich einfach, wenn ich sehe, dass es den Leuten nicht egal ist, wenn Tiere in Not geraten.

Leider schaffe ich es schon wieder nicht, das Video direkt einzubinden. Darum nur der link:
http://elcomercio.pe/player/1384898

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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8 Antworten zu Was sind das für Menschen?

  1. Pit schreibt:

    Hallo Gabi,
    zu diesem deinem Beitrag habe ich nur eins zu sagen: ich bin entsetzt über derartige Menschen.
    Liebe grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

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    • Gabi schreibt:

      Ja, leider gibt es die. Und man kann auch nichts dagegen machen. Ich könnte mich nicht erinnern, dass schon mal jemand dabei erwischt worden wäre. 😦
      LG Gabi

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  2. SchmidtsWife schreibt:

    Das sind keine Menschen, das sind Monster 😦 Mir fehlt jegliches Verstaendnis dafuer! Viel Kraft wuensche ich den Besitzern.

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  3. dreamsandme schreibt:

    Primitive Menschen ehren weder das Leben von Tieren noch von Menschen! Einfach furchtbar traurig…

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    • Gabi schreibt:

      Da gebe ich Dir Recht. Ich bin auch der Meinung, dass Menschen, die Tieren etwas antun können unter Umständen auch bei Menschen keine oder eine geringere Hemmung haben.
      Wie Du es schreibst: einfach furchtbar traurig…

      lg Gabi

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  4. buchstabenwiese schreibt:

    Liebe Gabi,
    du schreibst mir aus der Seele. Danke für diesen Beitrag.
    Ich kann das nicht nachvollziehen, warum ein Mensch so etwas tut.
    Wir vergiften doch auch nicht gleich jeden, nur weil uns irgendwas stört.

    Liebe Grüße an dich,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Ja, es ist einfach nicht zu verstehen.
      Wenn man bedenkt, dass dieses Gift ja auch Katzen, Vögel oder andere kleine wildlebende Tiere erwischen können und dann irgendwo elendiglich zugrunde gehen, weil da dann kein Tierarzt da ist, der ihnen helfen oder sie erlösen könnte.
      Oder was ist, wenn so etwas mal ein kleines Kind erwischt, das ja noch gern alles in den Mund nimmt. Ein schrecklicher Gedanke.
      Diese Menschen sind einfach niederträchtige, lebewesenverachtende Egoisten.

      lg Gabi

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