Mal ein Lebenszeichen von mir

Vor fast zwei Monaten hab ich hier meine „Pause“ begonnen. Ich erhoffte mir, mich dadurch mehr auf andere Dinge konzentrieren zu können und so so manche „Unzulänglichkeiten“ etwas in den Griff zu bekommen. – Naja, gebracht hats gar nichts.

Die Zeit läuft mir noch immer davon, als ob sie von mir gejagt würde, es gibt noch immer viel zu viele unerledigte Dinge und Lösungen für gewisse Probleme hab ich noch immer nicht gefunden.

Es sieht so aus, als müsste ich „weiterwurschteln“ wie gewohnt. Vielleicht bin das einfach ich und vielleicht gehts bei mir gar nicht anders.

Wie es mir geht? Trotz allem, ehrlich gesagt, momentan eigentlich gar nicht so schlecht. Die Stimmung passt eigentlich meistens. Nur hie und da hats ein paar „Hacker“. Ich bin mal wenigstens halbwegs zufrieden damit.

Schon fast zwei Wochen hatte ich vor, mich hier zu melden. Immer wieder kam was dazwischen. Aber vielleicht wars es auch besser so. Ich hätte vermutlich nur gejammert. Sogar ziemlich sicher – nämlich über die Hitze die uns gut zwei Wochen lang fest im Griff hatte.

Aber eigentlich könnt ich ja gleich weitermachen mit jammern, denn angeblich jammere ich sowieso ständig und immer über alles.

Gleich eins vorweg: natürlich, es ist Sommer und natürlich vergönne ich den Sonnenanbetern und jenen Leuten, denen die Hitze nichts ausmacht ihre Freude – ja es soll sogar Leute geben, die das lieben! Ist mir recht. Aber sorry, ich gehör nicht dazu und ich vertrag das schon lange nicht mehr.

Wenn es wenigstens in der Nacht abgekühlt hätte. Aber selbst da war es, überhaupt in der ersten Woche, noch mehr als warm draußen, ja zeitweise sogar heiß. Und der ärgste Umstand ist dann immer, dass sich die Wohung aufheizt wie ein Backofen und die Hitze einfach nicht mehr rausgeht. Selbst als es dann nach Gewittern doch nachts etwas abkühlte hielten sich die Temperaturen in den Räumen standhaft. An erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Ich hab meist nur in „Etappen“ geschlafen. Dementsprechend war dann meine Laune und mein übriges Befinden.

Egal was ich tat: verdunkeln, Fenster und Balkontüre bei Tag zumachen, was mir zeitweise das Gefühl gab, es ist besser so – (die Temperatur ging dann manchmal sogar um einen halben oder Ganzen Grad zurück – juhuu!), doch dafür wurde es mit der Zeit oft unerträglich stickig. Machte man auf, kam die ganze heiße Luft wieder rein. In der Nacht alles aufreißen, zeitweise auch die Wohnungstüre, damit es wenigstens ein bisschen durchziehen konnte. Jedoch kaum machte man die wieder zu, war alles beim Alten.

Die Hitze lähmte alles in mir. Soetwas wie Energie kannte ich nur mehr vom hörensagen. Jede Bewegung war zuviel. Es lähmte sogar mein Denken, mein Handeln – einfach alles. Ich war permanent müde und meistens wirklich griesgrämig. Ich sehnte mich nur noch nach Abkühlung. Jedesmal wenn ich den Kühlschrank aufmachte, wäre ich am liebsten reingekrochen. Die angenehmsten Momente waren, wenn ich in einem Supermarkt einkaufen oder mit dem klimatisierten Auto unterwegs war. Ansonsten war mir im eigentlich permanent 24 Stunden nur heiß.

Im Prinzip ist es einerseits angenehm, aber andererseits auch blöd, dass ich nicht sehr schnell und nicht sehr stark schwitze. Ich mag das auch nicht unbedingt, aber der abgesonderte Schweiß ist ja dazu da, den Körper zu kühlen. Das ist eben bei mir nur wenig der Fall. Darum hab ich immer das Gefühl, die Hitze staut sich bei mir im Körper. Ich hab mich oft gefühlt wie ein Druckkochtopf oder ein Druckkessel und hab nur mehr darauf gewartet, dass ich zu pfeifen anfange. 🙂

Jetzt kann ich ja darüber wieder lächeln, denn Gott sei Dank ist seit Anfang der Woche die Hitzewelle vorbei. Heute ist es bewölkt bei ca. 25 Grad.  – Was für eine Wohltat! Ich kann wieder schlafen, die Laune ist besser, es gibt sogar wieder mehr Energie und ich kann wieder denken – naja mehr oder minder – so wie halt sonst auch.

Ich werde diese Schlechtwetterphase jetzt mal genießen, bis sie mir vielleicht dann auch auf die Nerven geht. Aber irgendwie muss ich ja meinem Status als ewige Jammerin gerecht werden. 🙂

Zugegeben, sonst hat sich in meiner Familie kaum jemand so viel über die Hitze beschwert wie ich. Naja, eine hätte es wahrscheinlich getan, wenn sie gekonnt hätte: Kira. Die Arme wusste meist auch nicht, wohin. Permanentes hecheln und ein ständiger Platzwechsel auf der Suche nach einem kühleren Platz, den es nicht gab. Spaziergänge waren auch nur bedingt möglich. Bei Tag überhaupt nicht und abends auch nur im gemäßigten Tempo. Ich hatte zum Schluß schon richtig bemerkt, dass sie ein Bewegungsdefizit hatte. Sie wollte ja spielen, brachte immer wieder ihr Spielzeug, aber nach ein- zweimal werfen, legte sie sich recht schwerfällig wieder hin. Ich glaub fast, sie ist die Einzige, die mich versteht. 🙂

Wenn wir beide bei der Hitze Gassi gingen, haben wir garantiert gewirkt wie zwei 100jährige. Nicht zusammen, sondern jeder für sich. Ich halt in Menschenjahren und Kira in Hundejahren. Mich hätte es nicht mal gewundert, wenn uns jemand Hilfe beim überqueren der Straße angeboten hätte. – Das wäre aber gar nicht mal so übel gewesen. Vielleicht hätte sich wer gefunden, der uns bis zum nächsten schattigen Platz getragen hätte. Doch leider mussten wir doch unsere eigene späriliche Energie dafür aufwenen. 🙂

Doch jetzt gehts ja wieder. Jetzt sind wir wieder zusammen 100jährig oder so. 🙂

Ansonsten hab ich ja eingangs schon erwähnt – im Prinzip ist alles beim Alten. Vor hätte ich viel, umsetzen kann ich nur weniges. Aber komischerweise regt mich das momentan nicht sehr auf. Doch das kommt sicher wieder.

Was mir halt schon sehr leid tut, dass ich Eure Blogs, die ich abonniert habe, nicht so mitverfolgen kann, wie ich gerne möchte. Ihr schreibt alle so viele wirklich gute Geschichten und Beiträge, die mich alle interessieren würden, aber leider komme ich einfach nicht dazu, sie alle zu lesen. Das Interesse wäre ja da, doch die Zeit dafür ist bedauerlicherweise immer zu wenig. Ich habe ja meist auch „nachgelesen“, aber ich fürchte, das schaffe ich nun nicht mehr – oder zumindest nicht immer. Ich bitte deswegen um Nachsicht.

Schauen wir mal, wie es jetzt weitergeht. Ich muss gestehen, ich lass mich mal selber überraschen und hoffe, dass ich mich nicht erst wieder bei der nächsten Hitzewelle zum jammern melde.

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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12 Antworten zu Mal ein Lebenszeichen von mir

  1. leonieloewin schreibt:

    Schön wieder einmal von Dir zu hören. Mit der Hitze, die ich doch so mag, würde ich gerne hier im kalten verregneten Dänemark mit Dir tauschen. Aber wir müssen es wohl alle so nehmen wie es kommt. Ganz liebe Grüße Leonie

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    • Gabi schreibt:

      Man hat wohl nie das „richtige“ Wetter, bzw. das, was man für sich selbst als „richtig“ bezeichnet, denn wie man sieht, unterscheidet sich das ja von Person zu Person. Diese Woche war es nicht nur besser, sondern es hat sogar ziemlich abgekühlt und gestern hat es den ganzen Tag geregent. Termperaturen nur mehr so um 20 Grad. Sicher kein richtiges Sommerwetter, aber ich genieße diese „Pause“ schon. Die nächste Hitze kommt bestimmt. Und dann schick ich Dir gerne einen Teil davon nach Dänemark. 🙂
      lg Gabi

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  2. der_emil schreibt:

    Über die Hitze und die Schwüle klage ich ja auch.

    Und der schlimmste Druck ist der, den ich mir selbst mache: Ich muß dies und das bis spätestens und überhaupt geht das doch nicht so schlaff … Weitgehend freigemacht hab ich mich davon. (Es ist beileibe nicht bequem, so zu leben, aber es strengt weniger an.)

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    • Gabi schreibt:

      Die Hitze hat momentan Gott sei Dank Pause. 🙂

      Das mit dem Druck machen, da hast Du sicher Recht. Oft tut man sich einfach zuviel an. Ich versuche mich ja auch davon so gut wie möglich frei zu machen, nur gelingt es mir leider nicht immer sehr gut. Vor allem sollte man sich davon frei machen immer zu überlegen, was „die Anderen“ dazu sagen und ob vor ihnen dann als „Versager“ oder so dasteht.
      Freue mich für Dich, wenn Dir das gelingt, dies nicht mehr als so wichtig zu nehmen.

      lg Gabi

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  3. Pit schreibt:

    Hallo Gabi,
    es freut mich sehr, auch hier [und nicht nur in Deinen netten Kommentaren in meinen Blogs] wieder einmal etwas von Dir zu lesen. Schade, dass Deine Pause nicht (ganz) die erhoffte Wirkung hatte, aber lass‘ Dich davon nicht entmutigen. Nimm‘ Dir weiterhin Zeit für Dich selbst. Hm, da habe ich natürlich leicht reden, als einer, der selbst reichlich viel am Computer hängt, weil das Internet doch nun so viele interessante Informationsquellen bietet. Aber, wie Emil schon sagte, man darf sich keinesfalls selbst unter Druck setzen. Und auch wenn Du gerne unsere Blogs liest: auch da muss Du eben lernen, auf das Eine oder Andere zu verzichten. Ich probiere für mich selber auch Zurückhaltung. Auf jeden Fall solltest Du Dich aber nicht bei uns entschuldigen: Du brauchst doch nun wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben.
    Was die Hitze angeht: hast Du es schon einmal mit „ganz natürlicher Kühlung“ versucht, z.B. ein feuchtes Handtuch um den Nacken oder um die Beine legen? Die Verdunstung kühlt wirklich gut, besonders, wenn man, wie Du, nicht viel schwitzt. Ob es auch Kira helfen würde, weiß ich nicht. Aber vielleicht lohnt sich ja ein Versuch. Und ein Ventilator im Raum hilft auch ganz enorm, selbst wenn man weder Fenster noch Tür nach draußen öffnen kann/will.
    Ich habe es, was HItzeverträglichkeit angeht, besser, denn sobald es etwas wärmer ist und ich mich auch nur im geringsten Maße bewege, triefe ich gleich vor Schweiß. Übrigens: wann immer ich hier in unserer südtexanischen Hitze draußen arbeite(n muss), trage ich ein langärmeliges Hemd und lange Jeans. Wenn die nämlich einmal schweißgetränkt sind, kühlt das besser als Schweiß auf der blanken Haut. Und zusätzlich habe ich dann keine Problem mit Sonnenbrand. Denn das ist hier eine echte Gefahr.
    Also dann:mach’s weiterhin gut und lass‘ keine Hektik aufkommen.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

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    • Gabi schreibt:

      Danke Pit, für Deine Worte und Deine Tips. Das mit dem Handtuch und naß abwischen machen ohnehin immer wieder. Bei Kira hab ichs schon versucht. Aber meistens streift sie das Handtuch wieder ab.
      Diese Woche hatten wir ja Schlechtwettereinbruch (Gott sei Dank und ich genieße es förmlich), aber die nächste Htze kommt bestimmt und da werd ich das mit den Handtüchern nochmal probieren.
      In der Hitze mit langen Ärmeln und einer Jeans zu arbeiten kann ich mir so gar nicht vorstellen. 🙂 Alleine überhaupt allein der Gedanke, bei der Hitze ein Jeans anzuziehen, ist ein Horror für mich. 🙂 Aber jeder hat nun mal seine eigenen Arten, wie er damit zurecht (oder auch nicht) kommt. 🙂

      lg Gabi

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  4. Pit schreibt:

    P.S.: Sorry, dass ich Dich jetzt mit noch mehr „Lesestoff“ versorgt habe. 😉

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  5. SchmidtsWife schreibt:

    Liebe Gabi,

    ich schliesse mich an und freue mich sehr auch hier auf Deinem Blog wieder etwas von Dir zu lesen. Leider, leider muessen wir ja das Wetter so nehmen, wie es kommt. Aber der Herbst steht schon in den Startloechern. Es wird wieder kuehler werden, gaaanz bestimmt. Vielleicht kannst Du alle Deine Vorhaben dann umsetzen, aber setz‘ Dich nicht unter Druck.

    Viele Gruesse aus der Kaelte 😉

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    • Gabi schreibt:

      Wie schon erwähnt, diese Woche kam die Schlechtwetterphase. Gestern regen den ganzen Tag und Temperaturen nur mehr so um 20 Grad. Obwohl, heut ist schon wieder heller und etwas wärmer geworden.
      Aber wie es eben ist – man ist wohl mit dem Wetter wohl wirklich nie zufrieden. 🙂 Und auch Dir schicke ich gerne bei der nächsten Hitze ein paar Grad nach Down Under runter. 🙂

      In einem halben Jahr ists dann umgekehrt. Dann jammere ich, weils mir zu kalt ist. 🙂

      lg Gabi

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  6. buchstabenwiese schreibt:

    Hallo, liebe Gabi,
    ich komme zwar spät, aber besser spät als gar nicht. 🙂 Ich war schon mal da, aber da hatte ich zuwenig Zeit. Wenn ich auf heißen Kohlen sitze, dann kann ich mich auf so viel Text am PC nicht konzentrieren.
    Du siehst, auch anderen geht es schon mal so, dass sie mit dem „Nachlesen“ nicht nachkommen. Was soll man machen, es ist halt manchmal so.

    Hitze hat es hier bisher noch kaum gegeben, ich bin teilweise mit Regenjacke und Fleecejacke darunter rumgelaufen. Im Juli! 😯
    Mit der Hitze geht es mir aber wie dir. Ich brauche das nicht, bin auch kein Sommermensch. Ich schwitze auch nicht so, und ich nehme mal an, dass ich die Hitze daher nicht gut vertrage, weil meine Haut nicht abkühlen kann. Ich bekomme dann beim Spazierengehen mit Pepper einen hochroten Kopf. Außerdem sind dann hier die Rollläden runter und dann ist alles so dunkel. Mag ich gar nicht. Nachts kann ich dann auch vor Wärme nicht schlafen. Unser Schlafzimmer ist ein Brutkasten, unter dem Dach. Total blöd. Das kann ich gut nachempfinden.
    Bei uns hat es bisher noch keinen Sommer gegeben. So viel Regen und immer graue bis dunkelgraue Wolken. *seufz* Das ist auch nicht schön. Ich wünsche mir Sonne, blauen Himmel mit ein paar weißen flockigen Wölkchen und 25 Grad. 🙂 Vielleicht liest Petrus ja mit. 😉

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag und dass du die Ruhe in dir findest.
    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Liebe Martina,

      danke, dass Du bei mir vorbeigeschaut hast.
      Ich denke, wir kennen alle wohl immer wieder mal das Problem, dass man zu wenig Zeit für gewisse Dinge hat oder keinen Kopf dazu oder sonst was. Und Du hast Recht. Wenn es nicht geht – das mitlesen oder „nachlesen“, dann geht es eben nicht. Jeder hat doch sein Leben und es gibt ja schließlich auch wichtigere Dinge, als Blog, Computer und Internet.

      Mittlerweile hat sich das Wetter ja bei uns grundlegend geändert. Viele Wolken, zeitweise ziemlich niedere Temperaturen und viel Regen. In manchen Bundesländern leider so viel, dass es zu Überschwemmungen und Murenabgängen kam. Leider fällt das Wetter immer wohl von einem Extrem ins andere.

      Es ist ja nicht so, dass ich den Sommer gar nicht mag, aber eben nicht eine tagelange brütende Hitze, die einem nur fertig macht. Mir geht es so wie Dir: Sonne, blauer Himmel mit ein paar weißen flockigen Wölkchen und 25 Grad – das wäre auch mein Wunschwetter. 🙂

      Aber Petrus dürfte bis jetzt leider noch nicht mitgelesen haben. – Vielleicht gehts ihm wie uns und er hat auch keine Zeit. 🙂

      lg Gabi

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