Auch heuer wieder in Kärnten – ein kleiner Überblick – 2. Teil

So, es geht nun weiter mit meinem Bericht.

Die Hütte hab ich gezeigt, die Wiese, die Blumen, die verschiedensten Wettervariationen und sogar den Vollmond. Alles – und wirklich alles – gefiel uns heuer genauso wie voriges Jahr. Oft ist es ja so, dass man so wunderbare Erinnerungen an einem Aufenthalt hat und wenn man dann wieder dort hinkommt, ist man enttäuscht, weil es vielleicht doch anders ist, als man es im Gedächtnis hatte. Aber das war absolut nicht der Fall, das kann ich nur bestätigen.

Immer wieder angetan waren wir von der wundervollen Aussicht. Und zudem hatte ich immer wieder die Bäume am unteren Ende der Wiese im Blickfeld. Schon voriges Jahr mochte ich sie sehr, weil sie sich meistens in der Sonne leuchteten und sich vor dem Hintergrund so toll abhebten oder auch, weil sie sich je nach Licht, Wetter und Tageszeit anders zeigten. Ich habe mich heuer sehr wohl etwas zusammengerissen, nicht ganz so viel zu fotografieren, weil sich vieles ja einfach wiederholt hätte. Es ist mir – naja – ein bisschen gelungen. Beim Fotos machen ist das so eine Sache. Wenn mir was gefällt, dann möchte ich es immer wieder festhalten. Diese Dinge drängen sich mir direkt auf. Ich halte sie gerne in den verschiedensten Varianten fest, die aber wahrscheinlich nur mir auffallen und bei einem anderen Betrachter sicher schnell Langeweile aufkommen lassen. Dessen bin ich mir bewusst. Ich muss halt versuchen, einen Mittelweg zu finden und mir auch öfter mal sagen: Nein, nicht schon wieder fotografieren! 🙂 Ich muss aber zugeben, das fällt mir nicht immer leicht. Aber ich kann versprechen, so viele Fotos wie voriges Jahr sind es heuer nicht geworden, schon alleine durch die Tatsache, dass wir ja nur 2 Wochen dort waren und nicht drei, so wie letztes Jahr. 🙂

Doch eine kleine Auswahl für den Überblick muss es ja doch sein. 🙂

  

Der Wald war natürlich ebenfalls wieder gleichermaßen sehr willkommen. Unsere „natürliche“ Klimaanlage, wo man bei Hitze wunderbar spazieren gehen und sich auch Kira austoben kann. Heuer waren aber sehr viel mehr Leute im Wald unterwegs. Das Wetter hatte die Pilze in Mengen sprießen lassen und auch Himbeeren fand man in Hülle und Fülle. Bei den Schwammerln halten wir uns aber komplett zurück, weil wir uns nicht genug damit auskennen. Und Himbeeren haben wir jedes mal bei den Spaziergängen „frisch“ genossen. 🙂

Auch sind mir heuer die kleinen Blumen aufgefallen. Ich glaube, es sind Erika und werden bei uns normalerweise über den Winter auf den Gräbern gepflanzt. Im Wald sehen sie aber noch schöner aus.

   

„Tierisches“ gab es natürlich auch wieder. Doch Gott sei Dank diesmal keine Wespenplage. Die war voriges Jahr wirklich sehr schlimm. Dafür hatten sich öfter Spinnen ins Haus verirrt. Naja, das gehört nun mal dazu, ich weiß. Wenn man soetwas nicht will, dann muss man sich eben ein steriles Hotelzimmer nehmen. Damit muss ich halt leben.

Warum ich diese Achtbeiner (und vor allem ihre Netze und Fäden) so gar nicht mag, würde mich ja selber interessieren. Man könnte meinen, das ist, weil ich ein verwöhntes Stadtkind bin. Aber das ist nicht ganz so. Die zweite Hälfte meiner Kindheit bin ich in einem Haus mit Garten aufgewachsen und da gab es Spinnen zur Genüge. Und erst da hat sich meine Spinnenangst so richtig entwickelt. Mittlerweile bin ich ja nicht mehr ganz so hysterisch, wie als junger Mensch und ich würde diese Angst auch gerne ganz los bekommen, wüsste aber nicht wie. Weiß ich eine Spinne im Haus (oder in der Wohnung), dann muss sie weg. Sonst macht mich das nervös und ich trau mich fast nichts mehr anzugreifen ohne Angst zu haben, da könnte sie sich versteckt halten. Und eben wegen meiner Angst, kann ich sie nicht einfach nur entfernen und ins Freie bringen, also bleibt mir leider nur die „harte“ Methode, was mir aber immer mehr leid tut. Immerhin können sie ja auch nichts dafür, dass sie da sind. Aber was soll ich denn sonst tun?

Aber wie auch immer, hier sieht man mal wieder, was diese Spinnenangst anrichtet, denn ich habe vorhin eigentlich übertrieben, als ich erzählte, es wären so viele Spinnen im Haus gewesen – denn es waren ja in Wirklichkeit nur zwei. Eine musste ich selber entfernen und bei der zweiten wollte mir eine Frau helfen, die keine Scheu hat, diese Tiere anzugreifen. Doch die Spinne hatte natürlich selber mehr Angst und verkroch sich so, sodass man sie nicht mehr erwischen konnte. Am Abend kam sie dann wieder zum Vorschein und am nächsten Tag war sie weg, was mich nicht gerade beruhigte. Aber noch einen Tag später sind wir dann ja schon nach Hause gefahren.

Natürlich hat es Kira auch wieder sehr gefallen, dass sie so ziemlich immer, wann sie wollte, draußen liegen konnte. Und auch Elia, der Haushund besuchte uns immer wieder mal.

     

Selbstverständlich waren auch wieder Kühe hinter dem Haus auf der Weide. Vier Stück an der Zahl. Eine erkannte ich dank der häßlichen gelben Plaketten an ihrem Ohr wieder (am Bild rechts). Was mit den anderen ist, will ich gar nicht wissen. Aber nun kenne ich mich auch aus, weil ich mich immer fragte, ob das nun Kühe oder Ochsen oder sonst was sind. Also, es sind Kühe, die später erst Milchkühe werden.

Immer wieder mal, wenn ich die vier friedlich grasend in unserer Nähe entdeckte, hob ich meine Hände, winkte ihnen großflächig zu und rief: „Hallo, Muh Kuhlis!“ Sie haben dann immer tatsächlich ihren Kopf gehoben, zu mir hergeschaut und mich verdattert angesehen. War wohl gut, dass ich ihre Gedanken nicht lesen konnte. Wahrscheinlich dachten sie sich: „Hoffentlich fährt diese Irre bald wieder.“ – Naja, Irre stimmt ja vielleicht, aber ich kann versprechen, auf die harmlose Art. 🙂

Einen Fipsi Nr. 2 gab es auch. Schon in der ersten Nacht hörte ich die Geräusche aus der Küche. Er war sicher auf der Suche nach was Fressbarem. Dabei hatte er Zellophanverpackungen, die ich liegen ließ, weil vergessen in den Papierkorb zu werfen, auf den Boden geschmissen. Ein anderes Mal hatte er auch am Deckelrand von dem Plastikkübel, wo Kiras Trockenfutter drinnen war, genagt. Gesehen hab ich ihn auch dann ein paar Mal. Leider hatte ich da nie den Fotoapparat bereit. So erwischte ich ihn eher nur im Spalt zwischen Ofen und Wand, wo er sich einen kleinen Paradeiser (der natürlich zufällig herumlag, damit er nicht verhungert :-)), geholt hatte.

Komischerweise war ich zuerst überzeugt, dass er ein Siebenschläfer ist und nannte ihn Fipsi 2. Nach drei, vier Tagen war ich mir auf einmal nicht sicher und dachte, er wäre eine Maus und taufte ihn auf Monthy um. Dann wieder sah ich, dass er doch ein Siebenschläfer ist und es blieb bei Fipsi. Jetzt weiß ich nicht, war es immer nur Fipsi, den ich gesehen hatte und ich unterlag einer Täuschung oder hatten wir einen Fipsi und einen Monthy und dieser Monthy war dann nicht mehr da. Keine Ahnung.

Auch Katzenbabys gab es. Nicht bei uns, sondern zuerst im großen Stall und dann im Haus der Vermieterin. Mein Mann übernahm einige Male die Fütterung, wenn die Dame, die sich darum kümmerte, nicht da war. Sechs waren es an der Zahl. Eines davon möchte ich Euch zeigen.

Hier gibts nun wieder eine Uberbrechung. Damit das alles nicht zu lange wird, erfolgt noch ein 3. Teil.

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Verwandte Themen:
Kärnten – im Gebiet der Saualpe (August/September 2011)
Kärnten – im Gebiet der Saualpe (Juli/August 2012)

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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8 Antworten zu Auch heuer wieder in Kärnten – ein kleiner Überblick – 2. Teil

  1. Pit schreibt:

    Hallo Gabi,
    was für ein süßes Katzenkind!
    Mit der Menge an Fotos geht es mir wie Dir. Es ist mit Digitalkameras ja auch soooo einfach: knipsen bis die Festplatte platzt! 😉 Ich nehme mir dann immer wieder vor, hier am Computer nur die besten auszuwählen und die anderen zu löschen, aber das passiert doch viel zu selten. Und wenn ich Bilder bearbeite, lasse ich fast immer auch das Original auf der Festplatte, nach dem Motto, „man weiß ja nie, ob man es noch einmal braucht.“ Na ja, irgendwnn wird es doch nötig sein.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

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    • Gabi schreibt:

      Ja, wem sagst Du das mit den Bildern. Es kommen wirklich viele zusammen. Ich mache oft mehrere Variationen, wobei ich mir denke, nur die besten behalte ich. So, dann kann ich mich nicht gleich entscheiden, weil ich mir denke, das seh ich dann bei der Bearbeitung usw. Und ich behalte immer neben den bearbeiteten Fotos das Original auch noch. Aber naja, man müsste einfach mal die Härte haben, „richtig“ auszusortieren, dann ginge es schon. 🙂
      Aber Gott sei Dank kosten ja heute die externen Festplatten nicht mehr so viel. 🙂 Früher hatte man halt die Fotoalben gestapelt und heute die externen Festplatten. .-)
      lg Gabi

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  2. Der Emil schreibt:

    Idylle pur. Danke, es tut mir gut, wiedermal sowas zu sehen und zu lesen.

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  3. SchmidtsWife schreibt:

    Fipsy oder Monthy – egal, weil sehr suess 😉 Das mit dem immer wieder Fotografieren von Dingen oder Ausblicken kenne ich auch sehr gut. Im Winter haengen hier fast taeglich die Wolken ueber dem Tal und das sieht einfach traumhaft aus. Ich habe gefuehlte 1.000.000 Fotos davon, aber ich muss diesen Blick auch jeden Tag wieder neu knipsen und auch zeigen 😉 Insofern, kann ich mich auch an Deinen Fotos nie satt sehen! Immer her damit!

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    • Gabi schreibt:

      Heut glaub ich eher, dass es immer nur „Fipsy“ war. Einmal war ich ihm ganz nahe. Ich saß dort auf dem Sofa und nicht weit entfernt stand die Kiste mit Brennholz. Da ist er dann drinnengessesen und hat mich mit seinen großen Augen ganz lieb angeschaut. Natürlich war der Fotoapparat ganz woanders. Und holen braucht man den dann nicht, denn kaum bewegt man sich, ist er ja fort. 🙂

      Also gehts Dir genauso mit der Vielknipserei. 🙂 Dann verstehst Du mich ja. Denn selber sieht man sehr wohl Unterschiede bei den Fotos, aber für die, die nicht solche Foto-Ambitionen haben, sehen wohl alle gleich aus. 🙂
      lg Gbi

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  4. buchstabenwiese schreibt:

    Liebe Gabi,

    mit den Spinnen geht es mir ähnlich wie dir. Woher das kommt, weiß ich auch nicht. Ich gebe mir schon wirklich Mühe, nicht so hysterisch zu sein, aber es kommt immer drauf an, was für eine Spinne, wie groß, welche Situation usw. 🙂 Es kommt auch vor, dass ich kreische, bei den dicken schwarzen mit den kurzen Beinen. 🙂 Das kommt dann einfach so und lässt sich nicht unterdrücken. Mein Mann, wenn er Zuhause ist, ist so lieb und entfernt sie für mich, obwohl er sie auch nicht mag, aber er ist nicht so panisch wie ich. Ich würde nicht mehr im Schlafzimmer schlafen, wenn ich wüsste da ist eine Spinne, die sich versteckt. *schüttel* Ich weiß, es ist blöd, aber meine Fantasie, der Gedanke, sie käme ins Bett und würde über mein Gesicht krabbeln …

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Liebe Martina,
      wir zwei stehen mit dieser Phobie ja nicht alleine da, trotzdem werden wir von denen belächelt, die kein Problem damit haben. Aber da kann man halt nichts machen. Ich sag immer, vielleicht haben die halt vor was anderem Angst, was mir wieder nichts ausmacht. 🙂
      Bei mir ist es auch so, dass mein Mann nicht grad einen Spinnenfreund ist, aber eben auch nicht so panisch ist, wie ich. Jedoch lasse ich ihm meistens nicht mehr die Spinnen entferenn, denn er stellt sich meist etwas ungeschickt an, weil er ihnen nicht wehtun und sie nicht zerquetschen will, sodass sie ihm meistens auskommen. Die verschwindet dann recht schnell und versteckt sich wo. Meist weiß ich dann nicht wo sie ist, aber DASS sie da ist und das macht mich dann noch mehr nervös. Darum mache ich es selber. Ich brauche aber meist gut eine halbe Stunde dazu, bis ich mir erst mal überlege, wie ich das am besten und „ungefährlichsten“ – das heißt, dass sie nicht irgendwie auf mich fällt – geht. 🙂
      Deine Angst mit in der Nacht „übers Gesicht krabbeln“ verstehe ich nur zu gut.
      lg Gabi

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