Auch heuer wieder in Kärnten – ein kleiner Überblick

In diesem Jahr hatten wir endlich mal das Glück die Hütte vom Vorjahr für unseren Urlaub zu ergattern. Bei all den Hütten davor sind wir jedes mal kläglich gescheitert, weil sie nicht mehr frei waren. Doch auch diesmal war es ein bisserl mit Ach und Krach. Unser Urlaub ist, wie meistens, eigentlich erst Ende August, Anfang September. Doch zu diesem Zeitpunkt war auch die Kärntner Hütte schon ausgebucht. Nur mehr Ende Juli, Anfang August war sie für 13 Tage frei. Was für ein Glück, dass mein Mann seine Urlaubstage abbauen muss, denn so konnten wir diese 2 Wochen „einschieben“.

Am Samstag den 28. Juli kamen wir am Nachmittag bei der Hütte an. Schon die Auffahrt über das enge, bergige Sträßchen ließ Vorfreude aufkommen. Wir freuten uns, die schöne Gegend wiederzusehen. Wir wussten, dass die Vermieterin nicht da sein würde und so fanden wir den Schlüssel an dem vereinbarten Ort.

Es hatte sich im Prinzip kaum was verändert. Die Hütte, die Wiese, die Gegend, der schöne Ausblick waren einem richtig vertraut und ich freute mich, endlich da zu sein. Es war ein bisserl wie das Gefühl „heim zu kommen“. Ich weiß, das klingt vielleicht gar pathetisch, kitschig, blöd oder sonst was. Aber irgendwie war es so.

Wir trugen erstmal unser recht reichhaltiges Gepäck ins Haus. Als Selbstversorger schleppt man ja noch mehr mit, als sonst. Eigentlich meist zu viel, wie man dann während des Aufenthaltes feststellt. Was uns aber nicht daran hindert, im nächsten Jahr wieder genauso viel mitzunehmen. 🙂

Für mich hatte dadurch der Urlaub noch nicht ganz begonnen, denn ich musste noch einkaufen fahren. Wie gesagt, wir sind ja hier Selbstversorger und ich wollte nicht unbedingt alle Lebensmittel mitnehmen und außerdem will ich mich immer erst vor Ort schlau machen, was da ist bzw. was gekauft werden muss. Aber das mit dem einkaufen klingt jetzt schlimmer, als es ist. Mich stört das nicht.  Und nein – ich koche nicht im Urlaub. Zumindest nicht richtig. Ich hasse kochen ja sowieso und mache es sicher im Urlaub nicht auch noch. Es werden höchstens mal fertige Produkte gewärmt oder Halbfertigprodukte zubereitet. Und dazwischen wird eben kalt gegessen. Wir sind da nicht so heikel. Dieser kleine Mehraufwand ist es uns wert, dafür recht unabhängig zu sein. Wir können dafür essen wann, wie und was wir wollen, brauchen uns nicht schön anzuziehen und können es dabei so gemütlich haben, wie wir es möchten. Und wenn man Lust dazu hat, gibt es genug Lokale um essen zu gehen oder sich auch Essen zu holen. Man braucht also keine Angst ums verhungern zu haben.

Danach, nach dem auspacken und einräumen konnte ich nun alles „fallen“ lassen und der Urlaub konnte beginnen.

Das Wetter war ebenfalls ok. Bei unserer Ankunft war es zwar etwas bewölkt, auf keinen Fall heiß, aber auch nicht kalt. Einfach angenehm.

Am nächsten Tag schien dafür wieder wunderbar die Sonne.

    

Wie schon erwähnt, hat sich an der Hütte selbst nichts verändert. Nur der kleine Griller, die Plastiksesseln und der Bistrotisch waren dazugekommen…

…und der kleine Fischteich hintern Haus wurde rundherum „ausgeputzt“ und mit einem Geländer versehen, damit der alte Herr, der sich immer um die Fütterung der Fische kümmert, nicht abrutschen kann.

Voriges Jahr sah es hier noch etwas anders aus. Der Fischteich war kaum zu sehen. Mein Mann hat auch heuer wieder in der Zeit unseres Aufenthaltes, die Fischfütterung übernommen.

Die Bank wurde auch etwas „begradigt“. Voriges Jahr (2. Foto) stand sie ziemlich nach vorne geneigt da.

             

Fenster und Balkon waren wieder mit herrlichen Blumen geschmückt.

         

Auch an den Wiesen rundherum konnten wir uns wieder genauso erfreuen, wenngleich sie nicht ganz so üppig und hoch war wie voriges Jahr. Aber da waren wir ja auch gut einen Monat später und so hatte sie wohl mehr Zeit zu wachsen.

    

Immer wieder verirrten sich auch Schmetterlinge hierher und ließen sich nichtmal durch meine Anwesenheit abschrecken.

Nur der schöne Klatschmohn und der Goldmohn fehlten heuer leider.

             

Die Aussicht vom Balkon war wieder äußerst geniessenswert.

Ich habe aber auch sehr gerne die neuen Plastikstühle und den kleinen Bistrotisch benützt. Auf der Wiese vor der Hütte aufgestellt, kam es mir vor, wie in einem kleinen Kaffeehaus – „Café Alpenblick“.

Die Auswahl der Getränke und Speisen war zwar eher mickrig und das Personal ließ etwas zu wünschen übrig 🙂 – man musste sich seinen Kaffee nicht nur selber holen, sondern sogar selber machen 🙂 – aber die Lage und die Aussicht waren dafür einmalig!

Es gab aber nicht immer nur Sonnenschein. Doch das gute Wetter überwiegte auf jeden Fall. Wir konnten eigentlich fast immer draußen sein. Manchmal war es bewölkt, doch meistens hatten wir das Glück, dass der Regen oder das Gewitter woanders niederging, was man oft sehr gut beobachten konnte.

  
Nur hie und da regnete es in der Nacht oder am Morgen und die Regenwolken oder der Nebel verzogen sich im Laufe des Vormittags wieder. Aber den Wolken von oben zuzugucken, wie sie durchs Tal ziehen oder einen Grashüpfer im nassen Gras zu fotografieren, ist ja auch nicht das Allerschlechteste.

   

Nur unseren letzten Nachmittag hat es leider verregnet. Schon mittags kündigten dies die aufziehenden dunklen Wolken an.

Kurzfristig schloß uns sogar eine richtige Nebelsuppe ein. Ich hätte gerne diesen letzten Tag noch in meinem Privatcafé „Alpenblick“ ausklingen lassen, aber daraus wurde leider nichts.

Doch im Grunde genommen konnten wir froh sein, dass es die übrigen Tage meist schön oder nur bewölkt war. Sehr häufig präsentierte sich uns der Tagesausklang so:

Ich hatte wettermäßig nämlich Schlimmeres befürchtet. Neugierig wie ich bin, hatte ich mir schon 3 oder 4 Wochen vorher im Internet langfristige Wettervorhersagen angeschaut und die sahen gar nicht gut aus. Aber eigentlich ist das ein Blödsinn. So lange im Voraus stimmen die Vorhersagen fast nie. – Gott sei Dank, in diesem Fall.

Dafür hatten wir auch das Glück, ein paar Tage den Vollmond zu genießen. Anfangs taucht er ja schon auf, auch wenn es noch hell war. Doch er erscheint ja dann mit jedem Tag um ca. eine dreiviertel Stunde später.

Doch erst, wenn man sich wie hier in einer Gegend befindet, wo es in der Nacht absolut kein Licht draußen gibt, fällt einem so richtig auf, wie hell doch der Vollmond scheint. In der Stadt geht das durch die viele Beleuchtung ziemlich unter.

Leider hab ich mich erst in der dritten oder vierten „Vollmond“-Nacht bemüßigt, mein Stativ rauszukramen um diese Stimmung festzuhalten. Aber erstens hab ich nicht sehr viel Erfahrung mit Langzeitbelichtungen und zweitens, war es in diesen Nächten dann nicht mehr so klar, wie am Anfang. Man merkte es auch, weil der Mond schon einen „Hof“ hatte. Trotzdem kann man vielleicht ein bisschen von der Stimmung erahnen und dass der Stall in diesem Licht fast ein bisschen wie ein Geisterhaus wirkt. 🙂

So, das war einmal ein kleiner Überblick über unseren heurigen Kärntenaufenthalt. Es wird aber noch einen zweiten Teil geben, bevor ich mich wieder „Altem“ widme.

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Verwandte Themen:
Kärnten – im Gebiet der Saualpe (August/September 2011)

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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2 Antworten zu Auch heuer wieder in Kärnten – ein kleiner Überblick

  1. buchstabenwiese schreibt:

    Das sind ja tolle Bilder, liebe Gabi. Der Schmetterling ist besonders schön, aber auch der Ausblick vom Balkon und diese Mondstimmung. Herrlich. Da bekommt man ja schon beim Angucken Urlaubsfeeling. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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