Auch heuer wieder in Kärnten – ein kleiner Überblick – 3. Teil

So, nun zum 3. und vorläufig letzten Teil.

Damit ich Euch nicht nur mit Natur pur langweile, gibts nun auch ein bisschen Kultur. Naja – so richtig Kultur ist vielleicht zu viel versprochen, aber wenigstens so ein bisschen. 🙂

Während mein Angetrauter und seine Freundin – damit ist meines Wissens nach nur Kira gemeint 🙂 – es vorzogen, am Berg zu bleiben, bin ich manchmal, schon bedingt durchs einkaufen. in der Gegend herumgefahren. Ich mag es z.B. kleine Nebensträßchen zu befahren und diesmal hab ich auch – dank der diesmal funktionierenden Navigation von Google Maps am Handy – keine so große Panik mehr dabei bekommen, irgendwo unauffindbar in der Wildnis zu landen, wo mich kein Mensch mehr findet. Dieses Gefühl hatte ich bei diesen kleinen Straßen doch öfter und ich konnte es manchmal kaum glauben, dass diese Wege erstens überhaupt erlaubt waren, befahren zu werden und dass man da auch irgendwo hin kommt, außer ins Nirvana. Doch wie heißt es so schön? Alle Wege führen nach Rom. Das hätte mir zwar nichts gebracht aber in meinem Falle führten sie alle  zumindest zu Bergdörfern oder zu Höfen und Häusern, manche davon aber auch ziemlich entlegen. – Herrlich ist das! Ich mag das wirklich! 🙂 Nur war ich dabei meist sehr dankbar, dass mir nur selten Fahrzeuge entgegenkamen. Auf den meist recht engen Wegen war es doch oft recht schwierig, aneinander vorbei zu kommen.

Vor allem besuchte ich hin und wieder bestimmte Orte und große oder kleine Kirchen, die ich teilweise schon vom Vorjahr kannte. Dieses mal suchte ich jedoch auch ein Kirchlein, das uns immer wieder von unserer Gegend und vom Wald aus in der Ferne aufgefallen war. Eigentlich war ich mir ja sicher, dass ich sie voriges Jahr gefunden hatte und auch dort war. Aber das war ein Irrtum, der mir erst heuer klar wurde. Es war nämlich die Falsche. Doch diesmal wurde ich fündig. –  Eigentlich unwichtig das Ganze, aber mich interessiert sowas halt. 🙂 Es ist die Kirche „St. Margaretha“ von Tschriertes. (Klingt lustig, ist aber so. Wie man sieht, gibt es auch noch andere komisch klingende Ortsanamen, außer „Nursch“ :-))

Fotografiert habe ich sie nur aus der Ferne. Direkt dort erschien mir der beste Platz zum parken unter dem Baum davor. Jedoch klärte mich da ein großes Schild darüber auf, dass dieser Platz privat und somit betreten und parken verboten sei. Also fuhr ich wieder. Wenn man mich nicht haben will, dann eben nicht. 🙂

Die nächste Kirche, die ich schon kannte, war nicht weit entfernt und so erreichte ich sie schnell. Voriges Jahr hatte ich diese aber eher per Zufall entdeckt. Sie liegt wirklich sehr versteckt auf einer Anhöhe im Wald und ist von der Hauptstraße überhaupt nicht zu sehen. Jedoch wusste ich von den Karten her, dass es da eine Kirche geben müsste. Dass ich sie gefunden hatte, hatte ich dann eher meiner Neugier zu verdanken, als ich wieder mal ein ganz kleines unbefestigtes Sträßchen entlang fuhr, welches mich zuerst an kleinen Häusern mit Gärten vorbei führte und ich schon fast ans Umkehren dachte, weil ich glaubte, hier würde ich ohnehin nicht weit kommen. Aber trotzdem neugierig, fuhr ich doch noch in den kleinen Wald vor mir hinein und siehe da – damit hatte ich dann gar nicht gerechnet – da war sie ja, die Kirche von „St. Leonhard an der Saualpe“.

Voriges Jahr war es bewölkt, schon spät am Nachmittag oder vielleicht schon früher Abend und dadurch recht düster, als ich dort war. Es fing auch ein bisschen zu regnen an. Da wirkte dieser Platz, rundherum menschenseelenleer, direkt etwas unheimlich, wenn nicht sogar ein bisschen mystisch auf mich. – Vielleicht war da ein bisschen die Fantasie mit mir durchgegangen, doch wie auch immer, mir gefiel der Platz sogar sehr gut. Es war auch ganz still hier. Dieser Ort hatte irgendwas, was mich anzog, wenngleich ich nicht sagen kann, was.

  

Was lag da näher, als heuer wieder da hin zu fahren. Diesmal schien die meiste Zeit die Sonne und ich war überrascht, denn diesmal sah es anders aus, als voriges Jahr. Alles war viel heller und freundlicher. Zur Kirche hin und rundherum wurde aus weißem Kies ein breiter Weg gestreut und die Büsche und das ganze Grünzeug auf der Seite dürften etwas ausgeputz worden sein. Auch schien es, als ob die Dachrinnen oder -abschlüße an der Kirche neu waren, weil sie noch so kupfern glänzten.

In der Tat wirkte alles frischer und einladender. Aber das bisschen „Mystische“ und „Gespenstische“ hatte es für mich verloren. 🙂

  

Auch das nächste Kirchlein war nicht weit weg. Die Pfarrkirche St. Michael. Sie ist, wie viele Kärntner Kirchen, eine Wehrkirche und steht in „Wölfnitz an der Saualpe“. Hier ist auch die Straße quasi zu Ende. Es geht nicht mehr weiter. Dieses Dörfchen oder Ansiedlung oder wie immer das nennen mag, liegt also ziemlich abgelegen in einer Talsenke. Neben mir (also nicht mehr am Bild sichtbar) stand noch einen großen Stall und vorne bei der Kirche gerade mal eine handvoll Häuser. Sonst nichts. – Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass mir das gefiel. 🙂 Ich konnte hier auch aus der Nähe fotografieren, aber dies soll ja nur mal ein Überblick sein. Mehr gibt es – naja – irgendwann! 🙂

Auch beim „Stift Griffen“ machte ich einmal Halt um ein paar Fotos zu machen. Voriges Jahr war ich auch schon mal da, nur leider benfalls düster, weil schon spät. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich auch ein paar Bilder gemacht hatte, doch diese sind komischerweise unauffindbar. Ist mir gerade vorhin erst aufgefallen, weil ich ein Vergleichsfoto gesucht habe. Na egal. Hab eh dieses Jahr genug fotografiert und diesmal bei sonnigem Wetter. Aber jetzt gibts erstmal nur eines davon. 🙂

Dann gibt es noch die Ortschaft Diex – mit über 2000 Sonnenstunden im Jahr das sonnigste Dorf Österreichs, dem ich einen kurzen Besuch abstattete. Und was gibt es da? Es ist ein richtiger Ferienort für Sommer und Winter und neben Hotels, Gasthöfen, Bauernhöfen etc. steht hier weithin sichtbar eine große Kirche – die Wehrkirche zum Hl. Martin. Doch schon voriges Jahr hier fotografisch ausgetobt, hielt ich mich diesmal damit wirklich zurück. Denn außer dem Blumenschmuck davor hat sich ja wirklich nichts verändert. 🙂

Ach ja, eine Kirche hab ich noch. Abermals eine Wehrkirche und ebenfalls dem Hl. Martin gewidmet. Und zwar die von dem kleinen Bergdörfchen Greutschach. Ein Ort, der sehr schön liegt, mit wunderbarer Aussicht und der mir sehr gut gefällt. Leider entstanden die Fotos an dem Tag, an dem es regnete und kurzfristig der Nebel einfiel.

Aber das störte mich nicht. So ein Nebel gibt dem Bild einen geheimnisvollen Touch und „sonnige“ Bilder habe ich genug vom Vorjahr. 🙂

Wie schon erwähnt, es war ein regnerischer Nachmittag und ich konnte nur die kurzen Regenpausen zum fotografieren ausnutzen. Ich weiß nicht, ob es am Bild unten gut genug zu erkennen ist, doch der schöne Engel vom Friedhof im Innenhof der Kirche, sah gerade so aus, als ob er (oder doch eher sie? – Gibt es überhaupt Geschlechterunterschiede bei Engel und wenn ja, warum heißen die weiblichen dann nicht Engelin? – Ach was, ich schweife ab.), ein Taschentuch brauchen würde. Ich war aber so gemein und habe ihn/ihr keines gegeben.

Und bevor Ihr nun glaubt, ich sei eine ganz „Heilige“, weil ich mich ständig bei Kirchen herumtreibe, kehren wir noch mal kurz zur Natur zurück. Ich schreibe absichtlich „bei“ und nicht „in“ Kirchen. Ich fotografiere sie tatsächlich lieber von außen, als im Inneren. Mich interessieren die Gebäude selbst, wie sie gebaut sind und wie sie sich in die Landschaft oder an ein Ortsbild anpassen. Und umso älter sie sind, umso lieber sind sie mir. Dass das daran liegen kann, weil ich mich äußerlich diesem Umstand schön langsam immer mehr anpasse, ist bitte ein ganz fieses Gerücht. Das will ich gleich mal betonen. 🙂

Und nein, ich bin keine Expertin und habe keine Ahnung von Architektur. Ich sehe nur, ob mir was gefällt oder nicht. Punkt.

Also, jetzt zurück zur Natur. Neben den vielen Waldspaziergängen gleich vom Haus weg, die wir gemacht haben (ähem räusper – mein Mann mit seiner Freundin doch um vieles öfter als ich), haben wir dann doch eine kleine Wanderung gewagt. Naja, ob man das schon als Wanderung betrachten kann mit der ungefähren Länge von 6 – 7 km oder eher als längeren Spaziergang?  Den gleichen Weg gingen wir letztes Jahr auch, aber damals weiter als heuer. Ist aber egal.

Tatsache ist, dass es uns gefallen hat, samt Kira und dass wir zu einer Stelle kamen, die uns letztes Mal schon sehr angesprochen hatte. Eine riesige große Wiese, die nach links ziemlich steil abfallend war und in einer Talsenke mündete. Am oberen anderen Ende standen ein Stall und gegenüber ein altes, jedoch wirklich schön renoviertes Haus.

   

In dieser Talsenke stand ein riesiger Stall, wovor viele Kühe weideten. Der Stall dürfte seit dem vorigen Jahr umgebaut und renoviert worden sein, denn letztes Mal sah er noch anders aus (Foto rechts). Er wirkte nun fast wie ein Ferienhaus und nicht wie ein Stall.

 

Das Haus gefiel uns schon voriges Jahr auf Anhieb sehr gut. Jedoch, es liegt wirklich sehr entlegen. Auch diesmal war niemand hier und überhaupt begenet man in dieser Gegend kaum jemanden. Ruhe hat man hier mehr als genug. – Ist auch sicher nicht jedermanns Sache. Ob es meine wäre? Ich weiß nicht genau, auch wenn ich es gerne recht ruhig und einsam habe. Für eine gewisse Zeit vielleicht schon. Aber sicher nicht auf Dauer.

So, das wäre es dann mit meinem Kurzbericht, der eigentlich wieder länger wurde, als ich vorhatte. Und ich bin tatsächlich mal mit etwas fertig geworden, man sollte es kaum glauben! 🙂 Immerhin, es ist ein Anfang! 🙂

Zum Abschluß zeige ich noch ein Panoramabild von unserer Hütte mit Umgebung, zusammengestellt aus sechs Hochkantfotos. Im Prinzip ist es ja nicht so schlecht geworden, wenn ich nur wüsste, wie ich die Schattierungen am Himmel, die durch das Zusammensetzen entstanden sind, wegbekommen könnte. Dazu müsste ich mich wieder durch Photoshop durchackern und das will ich zur Zeit nicht. Also bleibts erstmal so stehen.

Eine gute Nachricht haben wir gestern zudem auch noch bekommen. Wir können in unserer letzten Urlaubswoche im September nochmal in die Hütte. Die ist für diese Zeit frei geworden! Also Vorsicht! Da kommt noch einiges auf Euch zu, was „Hütten“- und „Kärnten“-Berichte angeht! – 🙂 Aber nein, keine Angst. Ich werde mich dann bei unserem dritten Aufenthalt am Riemen reißen und es nur mehr sachte angehen. 🙂

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Verwandte Themen:
Kärnten – im Gebiet der Saualpe (August/September 2011)
Kärnten – im Gebiet der Saualpe (Juli/August 2012)

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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6 Antworten zu Auch heuer wieder in Kärnten – ein kleiner Überblick – 3. Teil

  1. Der Emil schreibt:

    Wieder Idylle, die auch ich mir wünschte (Konjunktiv), nein, von der ich manchmal träume.

    Wunderschöne Bilder, besonders ds im Nebel gefällt mir ausgezeiochnet (weil ich den Winter liebe und es wie Novembernebel aussieht).

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  2. buchstabenwiese schreibt:

    Also, von mir aus brauchst du dich nicht zurückhalten, was Bilder aus den Bergen angeht. 🙂 Ich gucke mir das gerne an.
    Besonders das erste Bild gefällt mir. Es ist mein Lieblingsbild vom dritten Teil. 🙂 Obwohl das mit dem Nebel und die anderen auch sehr schön sind. Der Engel oder die Engelin (nicht zu verwechseln mit meiner Engeline 😉 ) ist auch klasse. der Tropfen an der Nase. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

    P.S. was diese Schattierungen am Himmel vom Panoramabild angeht, da müsste ich auch erst mal rumprobieren. Ich habe Photoshop Elements. Ob man da was mit dem Kopierstempel machen kann. Vielleicht gibt es da ja auch etwas Spezielles. Ich habe so was noch nicht gemacht.

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    • Gabi schreibt:

      Freue mich, dass Dir die Bilder gefallen.
      Photoshop Elements hab ich auch, jedoch leider schon eine Uraltversion. 4.0 . Jetzt gibts schon Nr. 10 oder so. Wird jetzt wirklich bald Zeit, mal eine neuere Version zu kaufen.
      Mit Kopierstempel arbeite ich sowieso immer, aber bei so großen Flächen wird das nichts. Bzw. ich kann es halt nicht. Da müsste es ja was flächendeckenderes geben – und irgendwann hab ich sowas auch schon mal zusammengebracht – aber ich weiß nicht mehr wie. 🙂 Und momentan will ich mir ehrlich gesagt nicht die Zeit nehmen um da herumzusuchen oder zu -probieren. Vielelciht zu einem späteren Zeitpunkt. Bei der kleinen Auflösung, die ich hier in WP lade (muss ja auch ein bisserl Platz sparen, denn ich hab ja vor, im Laufe der Zeit mehr Fotos zu laden) fällt es eh nicht so stark auf. 🙂
      lg Gabi

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  3. Der Emil schreibt:

    Ach so, da war nochwas: Im GIMP gibt es einen Reparaturpinsel („Heilen“) mit dem sich bei geschickter Auswahl des Quellpunktes einiges am Himmel verbessern läßt. In vierfacher Vergrößerung sehe ich im Bild oben zwei punktförmige Störungen und rechts einen anzugleichenden Bereich. In den 1000×457 Pixeln ist aber nicht viel mehr zu erkennen.

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    • Gabi schreibt:

      Danke Emil. Ich habs schon oben Buchstabenwiese erwähnt, dass ich ja Photoshop Elements habe, aber schon eine uralte Version. Ich müsste mich da halt mehr reinknien und suchen, was ich aber zur Zeit nicht möchte. Und GIMP hab ich auch, aber noch nicht viel damit gemacht und mich noch nicht wirklich damit beschäftigt. – Diese Sachen brauchen ja auch immer einiges an Zeit, die ich momentan nicht investieren möchte.
      Die beiden punktförmiten Störungen sind Sensorflecken, die mir bekannt sind und die ich normalerweise immer wegstemple, sobald ich ein Foto veröffentliche. Nur dieses Panorama hab ich total unbearbeitet hochgeladen und dabei auf die Punkte total vergessen. 🙂
      lg Gabi

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