Land unter!

Vor zwei Tagen in etwa, wollte ich hier mal scherzhaft schreiben: „Weiß gar nicht, warum sich die Leute über das Wetter aufregen. So einen milden Winter hat man schließlich nicht immer.“ Bin nur dann nicht dazugekommen.

Mittlerweile ist mir das Scherzen über das Wetter aber vergangen. Die heftigen Starkregenfälle in den westlichen Bundesländern haben zu verheerenden Überflutungen, Hangrutsche und Murenabgängen geführt. Es gab einen Toten und mehrere Menschen werden vermisst. Leute mussten aus ihren Häusern geborgen werden, zum Teil sogar mit Booten oder dem Hubschrauber. Straßen und Bahnverbindungen wurden gesperrt und der Fernverkehr der Westbahn eingestellt. Feuerwehren stehen im Dauereinsatz. Man spricht von einer möglichen Jahrhundertflut.

Wir hier im Osten (Wien, östliches Niederösterreich, Burgenland und im Süden Kärnten ) kamen mit einem blauen Auge davon. In Wien hat es nicht so viel geregnet und die Donauinsel ist nur zum Teil unter Wasser. Ob da noch mehr dazukommt, weiß ich nicht.

In Vorarlberg und Tirol dürfte sich die Lage langsam entspannen.

Vorarlberg gibt Entwarnung – Zahlreiche Murenabgänge
Einsatzkräfte hoffen auf Entspannung in Tirol

Der Pinzgau in Salzburg ist von der Außenwelt abgeschnitten und zum Katastrophengebiet erklärt:

Salzburg: Bundesheer rückt zum Assistenzeinsatz aus

In der Steiermark hat es besonders den Bezirk Liezen und das Ausseerland erwischt:

Steiermark: Gebäude von Außenwelt abgeschnitten

Im Laufe des Sonntags hat sich die schreckliche Lage mehr nach Osten verlagert und es wird noch ein weiterer Anstieg des Wasserpegels erwartet.

OÖ: Schärding wird um Mitternacht überflutet

In Niederösterreich sind hauptsächlich die Orte an der Donau (z.B. in der Wachau) und an der Enns betroffen.

NÖ: Orte an Donau sind Katastrophengebiet
Hochwasser: Katastrophenalarm in Niederösterreich

Alles in allem keine schönen Nachrichten.

Mein Mitgefühl auch für all die Menschen, deren Heim teilweise oder ganz zerstört wurde oder die auch anderes Hab und Gut verloren haben oder vielleicht gar einen Menschen.

Und meine Bewunderung an all die Leute, die oft auch freiwillig oder unter Einsatz des eigenen Lebens helfen.

Daran sollte man vielleicht denken, wenn man wieder mal „nur“ über das schlechte Wetter oder den Regen jammert, weil er uns nicht in den Kram passt. Aber immerhin können viele von uns froh sein, dass sonst nichts passiert ist.

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UPDATE:

Bei all den schrecklichen Meldungen aus meinem Heimatland möchte ich jedoch auch unseren Nachbarn in Deutschland und Tschechien mein Mitgefühl für die Betroffenen aussprechen. Auch dort hat es viele Regionen sehr schlimm erwischt.

Hochwasser hält Deutschland und Tschechien in Atem

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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19 Antworten zu Land unter!

  1. chiefalfred schreibt:

    Hi …
    so traurig wie das alles ist, was uns das Wetter im Moment alles anbietet … Es ist größtenteils von Menschen gemacht, denn ohne Menschen auf Mutter Erde – gäbe es keine Katastrophen. Folglich sind die größte Katastrophe für den blauen Planeten, immer noch wir – die Menschen !!! Sonnige Grüße in die Mutterstadt des Walzers …

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    • Gabi schreibt:

      Ja, das ist wirklich traurig. Du magst schon recht haben, vieles wird von uns Menschen (mit)verursacht. Aber vielleicht doch nicht alles. Unwetter und Klimawandel hat es ja auch sicher vor den Menschen gegeben. Aber die Natur hat das alles selber geregelt. Aber bei einem hast Du sicher recht: der Mensch ist des Planeten größtes Übel.

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  2. giftigeblonde schreibt:

    Liebe Gabi!
    Du hast ja so recht, wir bzw. ich jammer über den Regen und die Kälte, aber zumindest habe ich ein Dach über dem Kopf.
    Man (ICH!!) sollte mir dieses Jammern auf hohem Niveau endlich abgewöhnen.
    Ich muss mal schauen ob und wie man was spenden kann, das ist jetzt die richtige Buße für dieses unnötige Jammern.

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  3. TimeBanditsWorld schreibt:

    schrecklich solche Katastrophen, das bringt viele Menschen um ihre Existenz

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  4. leonieloewin schreibt:

    Bei so viel Katastrophe kann ich kein gefällt mir drücken. Hoffen wir, dass der Regen bald aufhört. Liebe Grüße Leonie

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  5. Gabi schreibt:

    Ja, das kann man nur hoffen.
    LG Gabi

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  6. wolke205 schreibt:

    Gut, dass es Euch nicht so erwischt hat. Hier ist ja oft wirklich Land unter – also in Sachsen und Bayern 😦

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    • Gabi schreibt:

      Naja, nur wir in Wien und im östlichen Österreich hatten Glück. In den anderen Bundesländern geht es verheerend zu. Es ist schlimm, egal wo. Ob bei uns, bei Euch, in Tschechien usw.

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  7. SchmidtsWife schreibt:

    Wir hoeren auch all diese Katastrophenmeldungen aus Deutschland. Ich hoffe, dass sich die Lage ganz schnell wieder entspannt. Diese Naturgewalten sind nicht aufzuhalten, aber ganz furchtbar ist es, wenn dabei Menschen (und auch Tiere) um’s Leben kommen.

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    • Gabi schreibt:

      Leider hat sich auch bei uns in den Bundesländern Oberösterreich und Niederösterreich die Lage noch nicht entspannt.
      Es ist furchtbar. Menschen und Tiere werden in Mitleidenschaft gezogen.

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  8. buchstabenwiese schreibt:

    Ja, das ist ganz schlimm, liebe Gabi.
    Hier gibt es auch Gebiete, in denen Katastrophenalarm ausgerufen wurde. Bayern, speziell Passau, ist extrem betroffen und Sachsen.
    Ich wohne zum Glück weit davon entfernt. Hier hat es vorher zwar auch eine Weile sehr viel geregnet, mehr als sonst, und es war kalt, als andere von Sonne und 27 Grad sprachen, aber jetzt ist es hier trocken. Ich wohne zum Glück auch nicht in einem Risikogebiet für Hochwasser.
    Am Sonntag, als es schon schlimme Ausmaße annahm, schien hier sogar die Sonne. Ist schon verrückt das Wetter, irgendwie.
    Ich beschwer mich jetzt auch gar nicht mehr übers Wetter, sondern bin dankbar dafür, dass wir hier verschont geblieben sind.

    Alles Liebe,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Ja, da wird man ganz stumm und mag nicht mehr übers schlechte Wetter jammern, wenn man sieht, welches Unglück andere erleiden mussten.
      Man sieht hier im Fernsehen täglich ja nicht nur die Bilder von Österreich, sondern auch von Deutschland und den anderen betroffenen Ländern.

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  9. Pingback: 5.6. Jammern auf hohem Niveau-wer kennts nicht? | Tagesgedanken

  10. minibares schreibt:

    Wenn ich jetzt sehe, dass in Bayern von den Häusern nur noch die Dächer zu sehen sind, da graust es mich.
    Sie hatten gedacht, oben ist alles sicher. Nun haben sie gar nichts mehr, nicht nur die in Bayern.
    Wie viele Erinnerungen verschwinden auf nimmer Wiedersehen?!?!
    So viel Arbeit, der Dreck, der nicht nur Dreck ist, sondern auch Gift und Kloake…
    Der Verdruß, die Verzweiflung. Die Versicherungen sind so hoch gegangen, dass sie sich niemand mehr leisten kann, bzw. die Versicherungen lehnen eine Versicherung ab, einfach ab.
    Und die Leute stehen jetzt da…

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    • Gabi schreibt:

      Es ist wirklich schlimm. Man kann es sich nicht vorstellen wie es ist, wenn plötzlich alles weg oder kaputt ist. Und wie Du es ja schreibst, die Versicherungen decken, wenn überhaupt, nur einen Bruchteil davon ab.
      Und in vielen Regionen sind Menschen dabei, die das 2002 schon mal erlebt hatten. In der Zwischenzeit haben sie sich alles wieder aufgebaut und nun hat es sie wieder erwischt. Es ist unfassbar!

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