Göönk – und seine (bisher) spärlichen Reisen

Ja, genauso heißt er, der kleine Grüne! – Göönk!

Wie man dem Namen unschwer entnehmen kann, stammt er aus dem „Unmöglichen Möbelhaus aus Schweden“.
Ich bekam ihn und seinen Bruder (in lila) von meinem Schwager geschenkt. Das muss so ca. im Jahr 2007 gewesen sein.Ich fand die zwei einfach lustig und zum knuddeln. 🙂

Den lila Göönk bekam ich zuerst und er wurde gleich mein Auto Maskottchen. Er hat einen fixen Platz am Armaturenbrett ganz in der rechten Ecke. Er ist also der Auto-Göönk. Nur muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich kein Foto von ihm habe. Aber das werde ich demnächst ändern.

Der Grüne kam ein bisschen später dazu und er wurde von mir zum „Reise-Göönk“ ernannt. Wie schon der Name sagt, sollte er mit auf Reisen und dort gelegentlich für ein Foto posieren.
Nur haben wir dann nur mehr zwei Flugreisen gemacht und selbst da hab ich meistens auf ihn vergessen. Der Arme blieb oft im dunklen Rucksack eingesperrt.

Seine erste Reise ging nach Mallorca.
Mallorca! – Die Insel bekannt für Meer und Sonne, auch im Frühjahr! – Tja, aber nicht wenn wir dort sind.
Das heißt, das Meer gabs natürlch schon. Das kriegen wir nicht hin, dass dieses vielleicht auch verschwindet. Aber mit der Sonne haben wir es geschafft.
Eine Woche Mallorca, davon zwei halbe Tage und gelegentlich ein paar Stunden oder Minuten Sonne. Ansonsten trüb, regnerisch und sogar neblig. – Wir kriegen das alles hin. Nicht nur Schnee auf der Tauplitz im Sommer und Herbst. 🙂

Bei der Fahrt vom Flughafen nach Port de Sollér zu unserem Hotel durfte Göönk das erste mal raus. Da schien auch noch die Sonne. Im Grunde genommen war es vom Wetter her der schönste Tag. Eigentlich gut, dass wir das zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten. 🙂

     

Zwei Tage später fing es dann während unserer Ausflugsfahrt entlang der NW-Küste ziemlich zu regnen an.

      

Wieder zwei Tage später, wo das Wetter zumindest nicht allzu schlecht war, durfte Göönk auch beim Tapa essen in Fornalutx mit dabei sein. Gegessen hat er aber nichts. Das was hier schon fehlt, haben schon wir verspeist.
Göönk braucht wohl nichts zu essen. Sein Glück. Denn sonst wäre er ja im Rucksack schon längst verhungert.

 

Am nächsten Tag gab es doch tatsächlich ein paar Sonnenstunden, die wir bei einem Kaffee in Colonia San Pere genossen. Und Göönk durfte auch raus an die Sonne. Kaffee wollte er auch keinen. Es scheint so, dass Göönks auch nichts trinken müssen.
Somit ist eine Göönk-Haltung recht unkompliziert und preisgünstig. 🙂

 

                       

Tags darauf waren wir auf den Weg in die Hauptstadt Palma de Mallorca. Leider regnete es wieder. Da hab ich Göönk ein Regenhäubchen gebastelt. Sowas gab es in meiner Kindheit – ein durchsichtiges Plastikhäubchen um die Haare bei Regen zu schützen. Bei uns hieß das „Wetterhexe“. – Ob das heute noch jemand kennt? 🙂

            

             

Dann kam der Abreisetag. Und Göönk bekam wieder die „Wetterhexe“ verpasst, denn schüttete in Strömen und es stürmte heftigst.

             

Aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht mal – so Gott will, bzw. ich dazukomme – erzählen werde. 🙂

Ein Jahr später ging unsere Reise nach Teneriffa. Göönk kam natürlich mit und wir machten täglich Ausflüge. Nur er hatte nicht viel davon, weil er wieder die meiste Zeit in meinem Rucksack verbrachte. Das böse „Göönk-Frauchen“ hatte immer wieder auf ihn vergessen.
Gewohnt haben wir in einem Hotel in der Touristenhochburg „Los Cristianos“. Nicht wirklich schön da, aber die Unterkunft war hier recht günstig.
Unser Hotel lag da ehe am Ende der Bucht, die noch nicht ganz so verbaut war (ich bin mir nicht sicher, ob ich eigentlich wissen will, wie es hier heute aussieht) und so hatten wir zwar keinen Badestrand gleich vorm Hotel – den wir sowieso nicht brauchten, weil wir ohnehin immer unterwegs waren – aber zumindest einen Zugang zum Meer. Und eines Tages kam dann „sein Moment“. – Er durfte vor dem Meer posieren. – Ein bisschen halt.

Aber das wars dann auch schon wieder. Die restlichen Schönheiten der Insel hat er leider nicht mitgekriegt.

Da wir dann ja schon Kira hatten, gehörten Flug- und Auslandsreisen nun eher der Vergangenheit an und der arme Göönk geriet ganz in Vergessenheit.

Bis auf heuer im Juni. Ich nahm ihn zur Hand, schaute ihn an und dachte mir, warum sollte er nur auf Auslandsreisen mit? Auch ein Urlaub in der Heimat ist ja eine Reise. Und so kam er in meinen legendären Rucksack mit nach Kärnten.

Sonntag Morgen durfte er sich am Balkon der Ferienwohnung präsentieren.

Und danach am Tischchen des „Café Alpenblick“.

                          

Auch wenns manchmal etwas schief herging. Aber Wiesen sind nun mal nicht immer eben und gerade.

Aber was sagten wir damals in meiner Jugendzeit? – „Schief ist englisch und englisch ist modern“. Der wirkliche Sinn dieser Aussage hat sich mir nie ganz erschlossen. Heut sagt das kein Mensch mehr und das ist vermutlich gut so.
Aber ich bin alt. Ich darf das sagen. 🙂

Na, macht er sich nicht gut vor dieser schönen Bergkulisse?

Naja, was soll ich sagen. Die restliche Woche hab ich dann wieder auf ihn vergessen.
Zu Hause hat er sich beschwert und gedroht, sich andere Besitzer zu suchen. Er ist eifersüchtig auf seinen Bruder, den Auto-Göönk. Denn der war schon viel mehr unterwegs als er. Die Tatsache, dass dieser dafür noch auf keinem Foto drauf ist, lässt er nicht gelten.

Also musste ich versprechen, dass er im nächsten Urlaub wieder mit darf.

Ich hoffe nur, ich vergesse nicht drauf. 😉

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Göönk

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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18 Antworten zu Göönk – und seine (bisher) spärlichen Reisen

  1. leonieloewin schreibt:

    Wunderschöne Geschichte. Vergess ihn bloß nicht das nächste Mal mitzunehmen. Liebe Grüße Leonie

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  2. Pit schreibt:

    Hallo Gabi,
    eine ganz reizende Geschichte von diesem netten kleinen Kerl. Ich habe sie mit großem Vergnügen gelesen. Apropos „schief ist Englisch …“ Diesen Spruch habe ich sehr häufig von meiner Mutter gehört. Da werden Kindheitserinnerungen in mir wach! Ich habe eine persönliche Erklärung für den Spruch. Ob sie stimmt? Da habe ich natürlich keine Ahnung, Aber ich denke einmal „schief“ könnte eine Verballhornung in der Schreibweise/Aussprache [von Leuten, die, wie meine Mutter, kein Englisch konnten] des englischen Wortes „chief“ sein. Es wäre dann also „‚Chief‘ ist Englisch, und Englisch ist modern.“ Der Spruch ging bei uns übrigens noch weiter, mit „und was modern ist, das tut/hört man gern“ – oder so ähnlich.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, auch an Göönk, und mach’s gut
    Pit

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    • Gabi schreibt:

      Also das mit dem „chief“ ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Denn auch bei uns konnten weder die Eltern, noch die Großeltern englisch – ja meist nicht einmal englische Wörter aussprechen. Die wurden so gesprochen, wie sie geschrieben wurden. 🙂
      Aber ich kenne auch heute noch Leute die „googeln“ (also wirklich mit o ausgesprochen) und nicht „guugeln“. 🙂
      Ich werde Deine Grüße Göönk ausrichten. 🙂
      LG Gabi

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  3. giftigeblonde schreibt:

    Fein dass das grüne Etwas auch in die Berge durfte!
    Kann ja nicht sein, dass er immer nur am Meer seinen Urlaub verbringt.

    Klasse finde ich, dass seine Reisekosten 0 sind, so könnt ihr mehr ausgeben für euch 🙂

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  4. inschweden schreibt:

    Das ist ja ein Supergöönk… er kann sogar auf Wolken posieren! Toller Kerl!

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  5. Conchi schreibt:

    Da habt ihr ja eine nette Begleitung gehabt, und er sieht ja echt super aus der Göönk, so einen habe ich aber noch nie gesehen. Das leuchtende Grün sieht klasse aus, und ich sage auch noch öfter, dass Schief englisch ist, und englisch eben modern. Naja, und sogar die Jungspunties verstehe, was ich damit meine. 😉

    Also dann, schönen Abend noch
    und LG an dich
    Conchi

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    • Gabi schreibt:

      Ja, super ist er, der kleine Grüne! 🙂 Den gibts aber wahrscheinlich schon länger nicht mehr im „Unmöglichen Möbelhaus“. Denke ich halt.

      Also ist der „Schief-Spruch“ doch noch in Gebrauch. Da bin ich aber beruhigt. 🙂

      Liebe Grüße
      Gabi

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      • Conchi schreibt:

        Das ist er wirklich liebe Gabi! 🙂
        Ich weis nicht, ob es ihn da nicht mehr gibt, ich gehe meist nur hier in der Nähe
        in kleine unbekannte Möbelhäuser, wo man ausgefallene Möbel finden.

        Ja, also ich sage und höre den öfter mal. 😉

        LG auch an dich
        und einen schönen Tag wünsche ich dir noch
        Conchi

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  6. leopoldsleselampe schreibt:

    Hallo, ich bin hier zufällig reingeschneit. Kompliment! Tolle Bilder und ein schöner Beitrag. Ich habe trotzdem mal ne Frage: Guckt Göönk bei Autofahren immer ins Auto rein oder auch öfter mal raus? Herzliche Grüße. Leo

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  7. Gabi schreibt:

    Hallo leopoldsleselampe,
    schön, dass Du hierher gefunden hast. Freut mich, dass Dir der Beitrag gefällt.
    Da hast Du jetzt aber was angesprochen, mit dem Göönk und dem Auto. Ich muss gestehen, der Arme durfte immer nur ins Auto reinschauen. Und dem Auto-Göönk gehts auch nicht anders.
    Ich hoffe, wir verstoßen damit nicht gegen das „Göönk-Halter-Gesetz“ und sind nun deswegen schlechte „Göönk-Besitzer“.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  8. buchstabenwiese schreibt:

    Das ist ja ein süßes Kerlchen, liebe Gabi.
    Du kannst ihn doch auch Zuhause mitnehmen, wenn du die Kamera mitnimmst. Dann kommt er auch mal raus. 🙂

    “Schief ist englisch und englisch ist modern.” Meine Mutter hat das früher immer gesagt. Daher sag ich das auch schon mal, aber sehr selten. Der tiefere Sinn hat sich mir auch nie erschlossen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Natürlich kann ich ihn mitnehmen und ich habe es auch vor. Jedoch tut sich bei mir fototechnisch heuer nur sehr wenig. Aber das änders sich ja vielleicht wieder.

      Was den Spruch angeht, vielleicht hat Pit ja recht und mit „schief“ war unter Umständen das „chief“ gemeint.

      Liebe Grüße
      Gabi

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