Nun ist es wieder aus mit „Dolce far niente“

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Das süße Nichtstun hat nun leider ein Ende.

Eine Woche Urlaub in Nursch und anschließend zwei in Kärnten sind nun wieder Geschichte. Statt auf diese herrliche Berglandschaft zu schauen, blicke ich nun wieder auf die städtische Betonwüste.Naja, was solls. Ist nicht zu ändern.

Und ich weiß, ich habe mich nun schon lange nicht mehr hier im Bloggerland blicken lassen. Habe auch nichts mitgelesen oder kommentiert.

Und nun kommen meine üblichen, vielen „eigentlichs“.

Eigentlich wollte ich mich noch vor dem Urlaub melden und eigentlich auch mal aus dem Urlaub selber. Aber daraus wurde nun mal nichts. Auch wenn ich „eigentlich“ wollte. 🙂

Vor dem Urlaub schaffe ich es immer, Stress zu haben. Nicht das Koffer und Taschen packen ist das eigentliche (:-)) Problem. Sondern noch dies und jenes was noch besorgt oder erledigt werden muss und Sachen einkaufen für den Daheimgebliebenen und noch zusammenräumen, Wäsche auf gleich bringen usw. Ich weiß nicht, ob es anderen vor Reisen auch so geht, oder ob ich da irgendwas komplett falsch mache. Keine Ahnung. Jedes Jahr denk ich mir, nächstes Mal machst es besser und dann ist es doch wieder das selbe wie immer.

Auch zwischen Nursch und Kärnten bleibt dann kaum Zeit. Nochmals Wäsche waschen, einkaufen usw. Auch für uns. Da unser Anreisetag in Kärnten ein Sonntag war und wir ja Selbstversorger sind, nahm ich schon mal Lebensmittel mit, damit wir am ersten Tag nicht verhungern. 🙂

Im Urlaub selbst war ich nicht so viel am Computer. Egal ob in Nursch oder in Kärnten – das mobile Internet ist an beiden Orten äußerst langsam und träge. Manchmal bricht dann auch die Verbindung ab. Es ist recht mühsam z.B. Fotos hochzuladen. Und sowieso dauert jede Aktion gleich 3 – 4 mal so lange, als gewöhnlich. Das macht nicht viel Spaß und außerdem ist es mir dann meist um die Zeit zu schade gewesen. Da war ich doch lieber draußen oder – muss ich zugeben – ich hab auch mal einfach nur gefaulenzt oder gar mal ein Nickerchen gemacht.

So wie ich es erwartet hatte, endete diese endlos lange und äußerst unerträgliche Hitzeperiode genau dann, als unser Urlaub begann.
Die erste Woche in Nursch war es aber trotzdem noch ziemlich sommerlich. Aber nicht mehr so unsäglich und drückend heiß. Was mir natürlich mehr als recht war.

In Kärnten war es die ersten zwei Tage auch noch sommerlich. Aber schon der Höhe wegen nicht mehr wirklich heiß. Trotzdem reichte es sehr gut, um in der Sonne zu liegen und die Seele baumeln zu lassen.Am dritten Tag gabs dann einen Regen- und Nebeltag. Danach wurde es wieder besser. Aber nicht mehr so heiß um in der kurzen Hose in der Sonne zu liegen oder sitzen. So wie schon im Juli gab es meist eine leichte Brise, die oft etwas kühl war. Aber das war ncht schlimm. Man konnte sich trotzdem draußen aufhalten.

Sonntag war denn ein richtiger Schlechtwettereinbruch. Wieder Nebel und Regen. Es wurde zwar danach wieder besser, aber doch immer sehr wechselhaft. Die Temperaturen blieben eher unter 20 Grad. Zum Wochende hin wurde es wieder sonniger und wärmer. Eh klar, dann, wenn man bald nach Hause fahren muss.
Die letzten Abende waren frisch. Sobald die Sonne weg war hatte es so zwischen 12 und 15 Grad und am spätern Abend zeigte das Thermometer auch schon mal nur 10 Grad an.
Aber auch wenn ich es mir zeitweise ein bisschen wärmer gewünscht hätte, war das ok. Schließlich befanden wir uns auf 1000 m Höhe und da ist so etwas nicht ungewöhnlich. Und das weiß man ja auch. Und ehrlich gesagt, war mir das viel lieber, als die Hitze die Wochen zuvor.

Jedoch auch am Berg muss es nicht immer eher kühl sein. Vor 2 Jahren, als wir hier das erste mal Urlaub  in der Zeit vom 21. August bis 10. September machten, herrschte gerade eine späte Hitzewelle. Da hatten wir selbst da oben 27 Grad oder vielleicht sogar mehr und es gab größtenteils nur Sonnenschein.

Und wie ging es mir? Würde mich jemand fragen, würde ich sagen: Ja, eh gut.

Ja, ich habe es einerseits genossen, andereseits hatte ich das Gefühl, das alles zu manchen Zeiten zu wenig genossen zu haben. Oder besser gesagt, zu wenig entspannt genossen.

Frau Angst und Frau Sorge waren zwar nicht aufdringlich, aber doch immer wieder mal irgendwo in der Nähe. Ich schaffte es zwar, die beiden auch wegzuschicken und die Dinge, die mir Sorgen bereiten zu verdrängen, aber unterschwellig hatte ich doch immer wieder so ein „flaues“ Gefühl.

Dieses Mal ließ mich die „Angst“ nicht los, es könnte der letzte Urlaub hier gewesen sein. Weil irgendwas oder irgendjemanden was passiert oder so. Doch gerade diese Gedanken, woher die auch kamen, die machten mir dann erst so richtig Angst. Irgenwie verrückt. Ich behaupte ja immer, nicht abergläubisch zu sein, aber solche Gedanken mag ich gar nicht.

Noch nie ist mir der Abschied von dort so schwer gefallen. Die nun schon so vertraute Gegend und die Menschen dort – die Vermieterin und ihren Eltern – so nette Leute – und man kennt sich ja nun schon ein bisschen. Immerhin haben wir in den letzten drei Jahren hier schon insgesamt 10 Wochen verbracht. Und dieses Mal wollte ich so gar nicht nach Hause. Ich schäme mich nicht es zu verraten, dass ich bei der Fahrt vom Berg hinunter ein paar Tränen zerdrückt habe.

Aber was solls. Die Jammerei hilft ja nichts.

Jedes Mal nach einem Urlaub nehme ich mir vor, auch es danach „ruhiger“ anzugehen und nicht wieder diese „Hektik“ zuzulassen. Naja, meist ist das nach 2 oder 3 Tagen leider wieder vergessen. Und die Tatsache, dass ich nun gewisse Probleme nicht einfach verdrängen kann, sondern mich darum kümmern muss / soll, verschafft mir eine etwas traurige Grundstimmung. Aber vielleicht gibt sich das ja wieder in ein paar Tagen, wenn man wieder im Alltagstrott drinnen ist.

Apropós Angst.
Einmal des nachts hatte ich so richtig Angst. 🙂

Mein Mann schlief schon und ich sah im Wohnzimmer noch fern. Da knauerte es an der Stelle, wo man draußen die Stufen zum Balkon hinauf geht. Ich horchte auf und dachte mir dann, naja, ein Holzhaus. Da kracht es immer wieder mal wo. Überhaupt, wenn man eingeheizt hatte. Kurz darauf das nächste lautere Geräusch vor dem großen Panoramafenster. Dort geht ja der Holzbalkon um die Ecke. Da wurde ich zuerst starr und entschloß mich dann, mich niederzulegen. 🙂 Ich weiß, ich bin ein Feigling. 🙂 Auf dem Weg ins Schlafzimmer hörte ich dann was an der Eingangstüre. Kein Krachen oder Poltern, sondern eher so ein „Wischen“. Da wars dann mit meinem Mut ganz vorbei und ich weckte meinen Mann. Der war natürlich nicht erfreut, denn er hatte gerade so gut geschlafen. Gemeinsam gingen wir dann nachschauen und es war natürlich nichts zu sehen.

Nun denke ich mir, dass es ja sehr wohl irgendwelche Tiere geben wird, die des nächstens herumschleichen. Kira hat sehr wohl am nächsten Tag draußen im Eingangsbereich herumgeschnüffelt. Bei den Geräuschen jedoch in der Nacht hat sie seelenruhig weiter geschlafen. 🙂 Leider konnte sie mir nicht verraten, was sie errochen hat. Ich hätte das schon sehr gerne gewusst. Vielleicht war es ja auch der Hund der Vermieterin. Der kommt uns ja auch öfter mal bei Tag besuchen. Keine Ahnung, ob er auch nächtliche Rundgänge macht.

An den nächsten beiden Abenden bemerkte ich einen Vogel, der im Eingangsbereich unter dem Carport nervös herumflatterte. Könnte sein, dass er da wo ein Nest hatte, das ich nicht sehen konnte. Schon möglich, dass er vielleicht die Geräusche an der Tür verursacht hatte.

Aber ansonsten gab es keine diesbezüglichen Ereignisse mehr. Und Angst hatte ich auch nicht mehr. Im Nachhinein finde ich so etwas sowieso immer recht amüsant. 🙂

Die Geräusche, die „unser“ Fipsy der Siebenschläfer, in der Nacht macht, wenn er im Holzkisterl herumkraxelt, die kenne ich ja schon. Im Gegenteil. Ich warte ja direkt auf ihn. 🙂

Wäre jetzt auch noch interessant, ob es seit drei Jahren immer der selbe ist, oder jedes mal ein anderer. Ich hab ja auch keine Ahnung, wie alt solche Tiere werden. Aber irgendwie gerhört er ja schon zur Hütte dazu.

Manchmal ist er auch gar nicht so scheu. Wenn man sich vorsichtig bewegt, kann man ihn sogar manchmal fotografieren.

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Das nächste Foto ist leider schlecht und unscharf. Ich hatte nur mein Handy in erreichbarer Nähe. Wäre ich aufgestanden um die Kamera zu holen, wäre er ja weg gewesen.

Dabei habe ich mir manchesmal den Fotoapparat neben mich auf die Bank gelegt um gerüstet zu sein. Aber genau dann hat er sich meist nicht blicken lassen. 🙂

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So, das wars mal fürs erste. Wie, wann und was ich in weiterer Folge noch vom Urlaub zeigen werde, wird sich weisen. Ich nehme mir da nichts mehr großartig vor, denn es kommt ja sowieso immer anders, als ich mir vorstelle. Jetzt hab ich ja wieder ein Jahr lang Zeit dazu. 🙂

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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8 Antworten zu Nun ist es wieder aus mit „Dolce far niente“

  1. leonieloewin schreibt:

    Liebe Gabi, schön, dass Du solche tollen Urlaube verlebt hast. Willkommen zurück. Vielleicht ist ja bei Euch das Septemberwetter auch noch recht schön, so dass Du weiterhin Freude an schönen Spaziergängen haben kannst. liebe Grüße Leonie

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    • Gabi schreibt:

      Ich lasse mich überraschen was der September so an Wetter bringen wird. Ich schätze, dass da kaum irgendwelche Extremen, weder nach oben, noch nach unten geben wird. – Hoffe ich zumindest. 🙂
      LG Gabi

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  2. inschweden schreibt:

    Im Urlaub sollte man auch nicht vor dem PC sitzen. Dazu ist der Urlaub viel zu schade und die freie Zeit zu kostbar! 😉
    LG Claudia

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  3. Pit schreibt:

    Liebe Gabi,
    willkommen zuhause. Lass‘ es Dir auch da gut gehen. Und sieh zu, dass Du die Erholung vom Urlaub nicht zu schnell aufbrauchst.
    Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
    Pit

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  4. buchstabenwiese schreibt:

    Ich finde es ganz normal, dass du im Urlaub nicht bloggst, liebe Gabi.
    Und dann noch so eine langsame Verbindung. Das muss nicht sein. Urlaub heißt Entspannung, mal raus aus dem Alltag, was anderes tun.

    Leider können wir ja schon seit längerer Zeit nicht so richtig in Urlaub fahren, aber bei mir ist es immer hektisch, wenn wir wegfahren. 🙂 Ich nehme mir immer vor, beim nächsten Mal alles so früh zu erledigen und schon die Sachen für den Kofffer zurechtzulegen, damit ich keinen Stress habe … na ja, soweit die Theorie. 😉 Ich muss mich wohl damit abfinden, dass das bei mir nie so entspannt sein wird. Auch das Packen ist immer eine Katastrophe bei mir. Ich schaffe es immer bis mitten in der Nacht damit beschäftigt zu sein und bin anschließend reif für die Insel. 🙂

    Ich hätte meinen Mann übrigens auch geweckt. 😉

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Ich bin richtig froh, dass Du das mit der Hektik vor Reisen schreibst. Da mein Mann, der seine Sacher ja selber packt, das alles immer so mit links und so schnell schafft, dachte ich echt schon, ich bin zu blöd dazu. 🙂
      Mittlerweile denke ich aber, dass ich eh zeitig genug mit dem meisten anfange. Viele Dinge gehen aber erst eher zum Schluss. Ich kann meine Sachen nicht schon Tage vorher bereit legen, weil da fehlt mir der Platz. Das würde dann alles mitten im Wohnzimmer herumliegen und das macht mich dann auch nervös. 🙂
      Ich bin am Vorabend auch immer bis spät nachts damit beschäftigt.Denn nach dem Aufstehen brauche ich eine gewisse Anlaufzeit und bin nicht gleich „betriebsbereit“ und da geht alles noch schwerer und langsamer.
      Es hat schon Flugreisen gegeben, die zeitig in der Früh waren und wo ich so zwischen 2 h und 3 h nachts hätte aufstehen müssen. Da hab ich mich dann jedes Mal gar nicht mehr niedergelegt. Das fällt mir leichter, als nach 2 oder 3 Stunden aufzustehen.
      Wenn wir dann endlich losfahren bin ich auch jedes mal so richtig urlaubsreif. 🙂
      Liebe Grüße
      Gabi

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