Bin noch da

Falls ich jemanden abgegangen bin, ja, mich gibts noch. Und es ist alles soweit ok. Was aber nicht heisst, dass ich gar nichts dagegen hätte, wenn es noch besser wäre.

Warum meine Abstinenz?
Das hat verschiedene Gründe.

Wie immer, auch wieder die Zeit, die ewig davon läuft. Ein paar Dinge mussten und müssen erledigt werden.
Außerdem kommt schon wieder so manches zusammen, was nicht klappt oder schief geht, was halt zeitweise auch wieder meine Laune dämpfte. Ist gerade das Eine, worüber ich mir sonst immer Sorgen mache mal nicht so aktuell (was aber nur eine Frage der Zeit ist), kommen andere Sachen daher. Irgendwie ist es immer das Selbe.

Auch wenn so manche Dinge in der Familie nicht mich persönlich betreffen gehen sie mir ans Gemüt. Und bei den Sachen, bei denen tatsächlich ein Schuldfaktor an mir liegt, muss eben ich aktiv werden. Zwar schon oft versucht und auch oft gescheitert. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich dann immer alles auf einmal umkrempeln möchte, was halt nur kurz funktioniert. Nun hab ich mir diesmal fürs erste nur eine Aufgabe gestellt. Und wenn die klappt, kann ich weiter aufbauen. – Step by Step.

Ach ja, einige Tage hab ich viel gelesen. Nein, nicht in meinem Buch, das ich noch immer nicht ausgelesen habe. Leider. Aber Papier ist ja geduldig. Und außer einer feinen Staubschicht auf dem Umschlag hat das Buch ja noch keinen Schaden davongetragen. 🙂

Nein, ich hab mich ein bissl im Internet „verloren“. Z.B. zu Themen, die mich aktuell (wieder) interessiert haben, weil ich was ausprobiert habe.

In einem Blog, den ich schon länger verfolge, habe ich diesbezüglich zu lesen angefangen. Und wie es so ist, führt dann eins ins andere. Man findet in den Beiträgen oder Kommentaren zu einem anderen Blog, wo man dann zu lesen anfängt. Hier findet man wieder Kommentare und links zu anderen Seiten, Beiträgen, Zeitungsartikeln, wo man dann wieder Kommentare und links findet. Man könnte dann lesen ohne Ende, überhaupt wenn man sich für etwas Bestimmtes interessiert. Und noch dazu findet man noch weitere Themen, die das Interesse wecken.

Und so kam es, dass ich meine Bloggergemeinde sträflich vernachlässigt habe und mein Buch still und leise vor sich hin verstaubt.

Was war sonst noch?

Einer in der Familie war wieder krank.

Der Computer hat mich auch wieder aufgehalten, weil er meinte, bei zwei Sachen streiken zu müssen. Eine davon geht wieder, bei der zweiten bin ich nicht auf den Fehler draufgekommen. Aber ich hab es momentan unter „nicht wichtig“ abgelegt.

Voriges Wochenende und unter der Woche 3 Herbstspaziergänge gemacht. Den vom Wetter her – mit herrlichem Sonnenschein und dadurch wunderbarer, herbstlicher leuchtender Landschaft – schönste, blieb bildmäßig unkommentiert, weil ich keinen Fotoapparat mithatte. (Das schaffte ich auch die letzten 2 Jahre im Herbst so. :-(). Aber ärgern hilft ja nichts. Ich beruhige mich damit, dass ohnehin wieder eine Menge Fotos ihr Dasein ungesehen (außer von mir) auf der Festplatte verbracht hätten.

Die Samstag Nacht durfte ich von 23.00 h bis 2.00 h als Begleitperson bei einem Not-Zahnarzt verbringen. Zusammen mit 25 weiteren Personen, die erste Stunde stehend eingepfercht wie die Sardinen im winzigen Warte- und Vorzimmer des Arztes.
Das muss man sich mal vorstellen. Wien hat mehr als 1,7 Mio Einwohner. Und es gibt 1 ! (in Worten: einen!) Zahnarzt-Nachtdienst (und den ja auch nur bis 1.00 Uhr).

Nun hätte ich Unmengen Zeit gehabt am Handy in den Blogs zu lesen, wenn der Akku nicht halb leer durch das navigieren zum Zahnarzt geworden wäre. Warum ich es im Auto währenddessen nicht ans Ladekabel angehängt hatte, ja, das bleibt wohl ein Rätsel. Vermutlich, weil man zu solchen Aktionen ein funktionierendes Hirn braucht.

So stand oder saß ich halt blöd rum Aber ganz langweilig war es ja nicht. Es gab dann dort auch noch einen Notfall, wo die Ambulanz kommen musste und zweimal es ist ihnen der Computer abgestürzt, sodass sich die Patienten nochmals neu anmelden mussten und die Reihenfolge dadruch total drucheinander gekommen ist. Und so gab es bei den Leuten Aufregungen und Diskussionen. – Das übliche halt in solchen Fällen.

Der Patient, den ich begleitet hatte, hat den Zahnarztbesuch überlebt, doktort aber schon die ganze Woche mit Antibiotika herum.

Übers Wetter kann ich mich mal ausnahmsweise nicht beschweren. Gerade heute ist es total neblig und es sieht nicht so aus, als ob er weggehen würde. Aber ansonsten herrschte in den letzten Tagen sehr warmes (fast schon spätsommerliches – Montag hatte es sogar 23 Grad) und schönes Wetter. Das hätten wir uns im September gewünscht. Zum Teil sogar im August. Nur wenn die Sonne dann am Abend schon weg ist, ist es kalt. Aber das gehört nun mal zur Jahreszeit.  Also wurde der Wunsch nach einem goldenen Oktober doch noch wahr.

Was aber die Supermärkte nicht daran hindert, uns schon Mitte Oktober daran zu erinnern, dass Nikolo und das Christkind nicht mehr allzu fern sind.

Kommts mir nur so vor, oder wird das jedes Jahr früher?
Einziger Vorteil: beim Hofer gibts nun wieder die vielen guten Marzipan- und Nougatsachen. 🙂 Aber ansonsten? Wer will denn jetzt schon an die Weihnachtszeit denken?

Ich schüttle auch jedes Jahr den Kopf, wenn ich im August-Urlaub einkaufen gehe und es zu Zeiten, wo man in die kühlen (oder zum Teil sogar starkt überkühlten) Supermärkte noch vor der Hitze draußen flüchtet und es da schon die allerersten Vor-vor-vor-Adventsboten in Form von Ständern mit Lebkuchen-Angeboten gibt.

Das ist alles schon sehr zeitig. Selbst für Weihnachtszeit-Liebhaber, denke ich. – Na und dann für mich erst. 🙂

Traurige Tatsache, zumindest für mich: morgen ist der letzte „Sommerzeit-Tag“. Am Sonntag werden die Uhren zurückgestellt und schlagartig wird der Tag um eine Stunde kürzer. Naja, nicht wirklich, denn die Helligkeit verschiebt sich ja nur. Aber zu eine Zeit, die halt nicht „meine“ ist. Für mich ist es immer der Beginn der „dunklen Zeit“. Bald ist es wieder soweit, dass man selbst bei Schönwetter schon am Nachmittag wieder das Licht aufdrehen muss. Mir graut davor. Aber naja, auch sie wird wieder vorbei gehen.
Morgenmenschen werden sich freuen. Und ich fürchte, sie sind in der Überzahl gegenüber uns Abend- und Nachtmenschen. 🙂

So, das wars jetzt mal mit dem Bericht zur Lage. Ich mache keine Versprechungen, wie und ob ich zu was dazukomme. Es kommt sowieso immer anders als geplant.

Heute Nachmittag mache ich einen Besuch und komme sicher erst spät heim. Am Wochenende komm ich erfahrungsgemäß auch kaum zum „computern“ und an den Abenden, an denen ich sonst meist vorm Computer gesessen bin, bin ich nun auch meist nicht ungestört, sodass ich es dann meist gleich lasse.

Also, man wird sehen.

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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17 Antworten zu Bin noch da

  1. giftigeblonde schreibt:

    Schön dass du dich meldest Gabi, auch wenns kein so positives Post ist.
    Aber ich bin froh, dass es dir gut geht,..aber ich wußte das schon gestern:-)
    Schönes Wochenende ohne Notdienste und andere unangenehme Gesellen, die einem die Laune verderben können.
    Liebe Grüße!

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  2. inschweden schreibt:

    Schön wieder von dir zu lesen
    Ja, die lieben Notfallzahnärzte. Der hat mir als ich 14 war und fürchterliche Schmerzen hatte, gesagt ich bekäme meine Weisheitszähne… jetzt bin ich 40 und hab noch immer keine. 😉

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  3. leonieloewin schreibt:

    Schön, ein kleines Lebenszeichen von Dir zu erhalten. Ganz liebe Grüße Leonie ( auf dem Weg ins herbstliche Europa )

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    • Gabi schreibt:

      Danke schön. Liebe Grüße zuück.
      Schon wieder vorbei? Der Wetterschock sollte ja nicht allzu groß sein. Momentan ist das Wetter seh modersat. Zumindest hier in Österreich.
      Werde in den nächsten Tagen Deine Berichte wieder lesen. Bin schon gespannt, was Du noch so alles erlebt hast.

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  4. Conchi schreibt:

    Liebe Gabi,

    ich kann das gut verstehen, denn mir geht es momentan sehr ähnlich. Ich habe so viel zu tun, dass ich kaum dazu komme, ins Internet zu gehen, und zu Bloggen. Und wenn dann noch der Computer, oder wie bei mir, das Internet streikt, macht das alles auch keinen Spass.

    Das mit der langen Wartezeit bei dem Arzt, ist ja Wahnsinn, das wäre nichts für mich gewesen, denn sowas regt mich immer tierisch auf. Aber ich wünsche dir für die nächste Zeit viel Glück und Erfolg, und das alles so gut klappt, wie hier momentan die Sonne scheint.

    Alles Liebe zu dir und viele Grüße an dich
    Conchi

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    • Gabi schreibt:

      Liebe Conchi,
      danke für Deinen Besuch.
      Naja, momentan hänge ich eh auch wieder mehr am Computer. Aber halt auch außerhalb davon gibts einiges zu erledigen.

      Die Wartezeiten bei den Notzahnärzten sind wirklich immer schlimm. (Hab leider schon ein paar mal damit Erfahrungen gemacht.) Aber eben kein Wunder, wenn es nur einen einzigen in ganz Wien gibt. Aber was soll man tun, wenn es notwendig ist.

      Danke für Deine Wünsche. Auch für Dich alles Gute und dass es wieder aufwärts geht.

      Liebe Grüße
      Gabi

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  5. buchstabenwiese schreibt:

    Hallo, liebe Gabi, nun schaffe ich es auch mal wieder hier vorbei zu kommen. 🙂
    Jetzt habe ich das alles gelesen und weiß gar nicht mehr, was am Anfang gestanden hat. Meine Konzentration lässt wohl zu wünschen übrig.
    An Zahnarzt erinnere ich mich noch. Wahrscheinlich, weil ich ganz dringend hin müsste, hätte ich nicht so furchtbar viel Angst. *seufz*

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Ohje, das ist blöd. wenn man Angst vorm Zahnarzt hat.
      Komisch, ich bin sonst in allem möglichen eine Mimose, aber Angst vorm Zahnarzt hatte ich nie. Und dabei hatte ich es alles andere als leicht mit meinen Zähnen. Aber vielleicht stumpft man deswegen mit der Zeit demgegenüber ab. 🙂
      Und das mit der Konzentration kenne ich. Wenn man viele Sachen auf einmal liest, dann kann man sich ja auch gar nicht alles merken. Und was das Vergessen betrifft: ich müsste auch meinen eigenen Text nochmal lesen, um alles zu wissen, was ich da geschrieben hatte. 🙂

      Liebe Grüße
      Gabi

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