Herbst 2014 – Altweibersommer

Morgen beginnt für mich und für die Meteorologen ja der Winter. Noch dazu sind wir  mit dem heutige 1. Adventsonntag ja auch schon am Beginn der Vorweihnachtszeit angelangt. Damit hab ich zwar nicht viel am Hut, aber trotzdem wird es Zeit nun meine Herbst-Serie zum Abschluss zu bringen.

Heute gehts um den Altweibersommer.

So nennt man  – und hiermit zitiere ich Wikipedia – einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im Spätjahr, oft im September, der sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet. Das kurzzeitig trockenere Wetter erlaubt eine gute Fernsicht und intensiviert den Laubfall und die Laubverfärbung.

Und das traf dieses Jahr bis weit in den Oktober hinein auf jeden Fall zu. Ich kann mich nicht erinnern, wann es das letzte mal so einen langen und überaus warmen (in der Sonne manchmal sogar fast heißen) Oktober gab. Zeitweise war es sogar wärmer als teilweise Ende August / Anfang September, zumindest so lange die Sonne schien.

Das markanteste am Altweibersommer sind ja die Spinnfäden, auf denen sich die jungen Baldachinspinnen durch die Luft tragen lassen.

Und das ist die Sache an der ja an sich schönen Herbstzeit, die ich so gar nicht mag.
Ja, ich liebe Tiere. Aber Spinnen mitsamt ihren Fäden – die sind der blanke Horror für mich. Warum das so ist,  ja, das weiß ich auch nicht so genau. Es hängt auf jeden Fall sehr stark mit ihren grauslichen Fäden zusammen.

Seh ich eine Spinne, kitzelt es mich im Anschluss dauernd irgendwo, weil ich mir einbilde, ich hab irgendwo einen Spinnfaden an mir kleben. – Brrr! Allein bei dem Gedanken daran, schüttelt es mich.

An jenem Oktober-Samstag, als wir zu einem Spaziergang ins Weinviertel fuhren, schien die Sonne wieder herrlich warm und der Altweibersommer war voll im Gange. Schon vom Auto aus konnte ich beobachten, wie diese oft sehr langen und zeitweise auch richtig dicken Fäden durch die Luft schwebten.

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Ich hatte schon Probleme beim Auto aussteigen. Überall an unserem Gefährt hingen diese Fäden – an den Scheiben, den Aussenspiegeln usw. Ich hatte echt Mühe dabei, nicht mit ihnen in Kontakt zu kommen.

Beim spazieren gehen und beim Blick gegen die Sonne, zeigte sich für mich ein Bild wie in einem Gruselfilm. Überall Fäden, die wo hängen geblieben waren und im leichten Luftzug herumschwänzelten oder überhaupt durch die Luft flogen.

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Auf den Wiesen wirkt es fast so, als ob mein Hund auch noch damit eingesponnen werden würde. 🙂

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Aber Kira war das natürlich egal. 🙂

Ich musste beim spazieren gehen meine Weste anbehalten, obwohl mir eigentlich viel zu warm damit war. Aber ich konnte sie nicht ausziehen, weil mich sonst andauernd diese Fäden an den Armen gekitzelt hätten. Da hab ich doch lieber geschwitzt.

Außerdem ließ ich meinen Mann voraus gehen, damit er wenigstens ein paar der Spinnfäden noch vor mir „abräumt“. 🙂 Und ihn stört das ja nicht.  Ansonsten war es für mich teilweise etwas wie ein „Hindernislauf“. 🙂 Die Dinger waren nämlich wirklich überall.

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Altweibersommer bei Oberkreuzstetten

Aber trotz dieser „Horror-Fäden“ war es ein schöner Nachmittag. Die anderen Bilder davon habe ich hier gezeigt. Und überlebt hab ich das Ganze ja schließlich auch. 🙂

◊ ◊ ◊

Nun wünsche ich Euch eine schöne Adventszeit. Ich selbst werde wohl eher nicht oder kaum etwas zu diesem Thema beitragen. Aber ich werde auf jeden Fall, so weit es mir möglich ist, bei Euch mitlesen. 🙂

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Herbst 2014 – Teil 2
Herbst 2014 – Teil 3
Herbst 2014 – Teil 4

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Über Gabi

Ich bin hundenarrisch, fotografierwütig, Weinviertel-Liebhaberin, bergbegeistert, USA- und Australien Fan und in der Malerei versuche ich mich auch. Mein Blog: https://baumdaemon.wordpress.com/
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8 Antworten zu Herbst 2014 – Altweibersommer

  1. Pit schreibt:

    Hallo Gabi,
    Dein Beitrag hat mich veranlasst, Deinem Link zu folgen und einmal nachzuschauen, was es mit dem Begriff „Altweibersommer“ auf sich hat. Dabei kam zwar nur heraus, dass man es wohl nicht genau weiß, aber auch ein ganz interessanter Aspekt. Da haben doch wohl Luete tatsächlich gegen die Verwendung des Begriffs geklagt, weil er diskriminierend sei oder so! Zitat aus Wikipedia, „Das Landgericht Darmstadt hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks Altweibersommer durch die Medien keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von älteren Damen darstellt.“ Es gibt doch Nicht, was es nicht gibt!
    Liebe Grüße,
    Pit

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    • Gabi schreibt:

      Ja, ist interessant, wovon dieses Wort abgeleitet wird. Ich kannte das ebenfalls mit den silbernen Haar der alten Frauen. Und die Sache mit der Klage hab ich eh auch gelesen. Also ich finde das echt lächerlich. Manchen Leuten muss echt langweilig sein, wenn sie sich über sowas aufregen. Ich finde die Geschichte sogar irgendwie „lieb“. 🙂
      LG Gabi

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  2. leonieloewin schreibt:

    Wunderschön, wie Du die Fäden „eingefangen“ und aufs Foto gebracht hast. liebe Grüße von der Insel Leonie

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  3. buchstabenwiese schreibt:

    Ich mag Spinnen auch nicht, liebe Gabi. *schüttel*
    Ich fand es dieses Jahr mit den Spinnfäden extrem. Einmal war es beim Spaziergang so schlimm, dass wir überall diese Fäden hatten.
    Man konnte sich gar nicht dagegen wehren.

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • Gabi schreibt:

      Dann kannst Du das ja auch! Stimmt, dieses Jahr war es ziemlich schlimm. Und ja, diese Dinger bleiben ständig an einem hängen und dann zieht man sie mit…. Brrrr und ebenfalls *schüttel *.
      LG Gabi

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  4. kowkla123 schreibt:

    Liebe Gaby, eine gute Woche wünsche ich, Klaus

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